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Technologie
Sicherheit
Kopierschutz

Ex-Microsoft-Manager kritisiert DRM

Liam Tung und Harald Weiss
|
Donnerstag, 27. September 2007, 11:22 Uhr

Der frühere Mircosoft-Manager Jesper Johansson hat in seinem Weblog seine Frustration über das Digital Rights Management (DRM) von Microsoft zum Ausdruck gebracht.

Johansson wurde erstmals auf die DRM-Probleme aufmerksam, nachdem seine fünfjährige Tochter On-Demand-Programme des Kabelnetzbetreibers Comcast nicht mit dem Windows Media Center abspielen konnte. "Eine erste Inspektion des Problems ergab, dass sich das DRM zwischengeschaltet hatte und ein Abspielen der Programme verhindert wurde. Trotz zahlreicher Updates des Windows Media Player blieb das Problem bestehen", beschwerte sich Johansson in seinem Blog. Seiner Ansicht nach konnten Microsofts DRM Schutzmechanismen bislang keinen Raubkopierer aufhalten, stattdessen aber Millionen an Usern verärgern. Zur Verhinderung weiterer Komplikation will Johansson die Open-Source-Anwendung Linux-MCE nutzen.

Nach Johanssons Meinung ist die DRM-Software zur Verwaltung der Nutzungsrechte bei digitalen Medien nicht nur ineffizient und geschäftsschädigend, sondern reine Geldverschwendung. "Wie viele Milliarden Dollar hat die Industrie für DRM-Schutzmechanismen ausgegeben, die von Webpiraten in nur wenigen Wochen geknackt wurden? Doch wie viele ganz normale Kunden hat die Branche durch diese Programme vertrieben und abgeschreckt? Was für ein Einbruch in den DVD-Verkaufszahlen wurde damit herbeigeführt? Wie viele User haben sich gegen Windows-Produkte entschieden, nur weil sie das dortige DRM willkürlich zu Verbrechern erklärt?", fragte sich Johansson.

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