CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Technologie
Sicherheit

Social Network für Hacker gestartet

Dietmar Müller, pte
|
Dienstag, 3. Juni 2008, 17:08 Uhr

Der Social-Networking-Boom erreicht nun auch die Hackerszene. Während sich die großen Plattformen wie MySpace und Facebook an durchschnittliche User richten, die sich über Musikgeschmack und Alltagsprobleme austauschen, will die Plattform "House of Hackers" ganz gezielt einen Ort schaffen, wo technikbegeisterte Computerfreaks unter sich sind.

Ins Leben gerufen wurde das soziale Netzwerk von Petko D. Petkov, dem Gründer des Londoner Security-Think-Tanks GNUCitizen. Wie Petkov in seinem Blog schreibt, soll mit der Plattform die Hackerkultur im besten Sinne gefördert werden. "Wir wollen keine kriminellen Machenschaften unterstützen", so der Netzwerk-Gründer. Grundsätzlich ist die Seite aber so angelegt, dass sich alle Hacker davon angesprochen fühlen können - egal ob sogenannte gute "White Hats" oder böse "Black Hats".

Ziel von "House of Hackers" ist es, dass Computerfreaks Ideen austauschen, in Foren diskutieren oder auch besondere Events und Zusammentreffen ankündigen und planen können. Darüber hinaus bietet die Plattform eine Art Jobbörse, die Hackern, die beispielsweise freiberuflich arbeiten, zu Aufträgen verhelfen soll. Ob tatsächlich Unternehmen die Seite nutzen werden, um Personal anzuheuern, bleibt aber noch abzuwarten. In jedem Fall bietet das Social Network aber eine Möglichkeit für Unternehmer, Einblick in die aktuellsten Aktivitäten der Internetrebellen zu nehmen.

Dass sich Hacker auf diversen Webseiten organisieren sei an sich nicht neu und auch nicht das eigentliche Problem. "Es gibt keine Universalisten mehr, auch Profis müssen sich heute austauschen. Ich sehe aber mehr Gefahr darin, dass immer mehr Menschen unwissentlich dazu beitragen, es Hackern immer einfacher zu machen", meint Joe Pichlmayr, Geschäftsführer von Ikarus Software. Hacker müssten eigentlich nur auswerten, was im Web 2.0 alles möglich ist und hätten schon eine ideale Ausgangsbasis für ihre Hacks. "MySpace, Xing & Co sind die idealen Research-, Manipulations- und Attack-Plattformen für Angreifer", so Pichlmayr weiter.

"House of Hackers" zählt seit dem Start vor rund einem Monat bereits 4.000 Mitglieder. Anders aber als bei breitentauglichen Netzwerken gehen die Nutzer hier eher sparsam mit Profilfotos und der Bekanntgabe von persönlichen Informationen um. Im Vordergrund steht der Informationsaustausch, nicht so sehr ein Posting, Foto oder Video, das Aufschluss darüber gibt, was das jeweilige Mitglied am Vorabend unternommen hat. In dem Social Network wollen die Hacker vielmehr gegenseitig voneinander lernen und neue Erkenntnisse gewinnen. Für Pichlmayr ist dabei klar, dass nicht nur die "Guten" ihren Nutzen ziehen können. "Black Hats haben immer schon von den Forschungsergebnissen der White Hats profitiert und von deren Foren und Listen nützliche Infos abgesaugt."

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in technologie

Vodafone verspricht Deutschlands erstes LTE-Smartphone

Das "Velocity 4G" soll in den kommenden Wochen auf den Markt kommen. Ein genauer Starttermin sowie der Preis sind noch nicht bekannt.
08. Februar 2012

CEO Rory Read: AMD hat sich gewandelt

Nach einer intensiven Restrukturierungsphase blickt AMD nun wieder nach vorne. Der Markt sei an einem Wendepunkt und AMD bereit, die sich ...
08. Februar 2012

Nokia will in Asien produzieren

Näher an den Komponentenherstellern will Nokia künftig produzieren und plant daher die Fertigung nach Asien zu verlagern.
08. Februar 2012

neueste leserkommentare
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 10:45 Uhr

Großartig

Großartige Idee, nur wen interessierts? Mehr ...

zu Schließung von Megaupload und die Folgen
06. Februar 2012 | 09:37 Uhr

Nachtrag zum Artikel

IBM crowd sourcing could see employed workforce shrink by three quarters http://tinyurl.com/23ara48 Quelle: Personnel Today, 23. April 2010 Mehr ...

zu IBM: Community statt Festanstellung
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Management-Master-Stipendien im Bereich Marktforschung und strategischem Marketing

bei SIBE STEINBEIS SCHOOL OF INTERNATIONAL BUSINESS AND ENTREPRENEURSHIP (Ausbildung, Lehre o.ä.)

Neue Horizonte − Account Manager (m/w) weltweit Maschinen− und Anlagenbau

bei personal total Karlsruhe / r & m Personalvermittlung GmbH (Feste Anstellung)

Embedded Software-Entwickler (w/m)

bei Philotech GmbH (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei