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Technologie
Sicherheit

Storm-Wurm sagt die Olympiade in Peking ab

Kathrin Schmitt
|
Dienstag, 15. Juli 2008, 09:04 Uhr

Einer der verbreitetsten Würmer, der Storm-Wurm, geht wieder um. Vorherige Varianten lockten arglose E-Mail-Nutzer mit angeblichen Nachrichten zum dritten Weltkrieg oder ähnlichen Dingen. Aktuell macht der Schädling mit einer frei erfundenen Absage der Olympischen Spiele auf sich aufmerksam, die nach wie vor im August in Peking stattfinden werden.

Das Storm-Botnetz ist aktiver denn je – nach dem angeblichen dritten Weltkrieg vor einigen Tagen - folgt heute die Absage der olympischen Spiele. Mit Events und tagesaktuellen Ereignissen versuchen die Kriminellen dabei die Trefferquote der Infektionen zu erhöhen – und somit nicht zuletzt auch Storm weiter wachsen zu lassen, teilte der Sicherheitssoftware-Anbieter G Data mit.

Seit dem gestrigen Vormittag versenden die Täter weltweit millionenfach Spam-Mails mit dem Betreff: "Beijing Olympics cancelled, moved to Atlanta". Des Weiteren wird in einem Einzeiler auf einen Absturz einer Boeing- Passagiermaschine in Michigan hingewiesen, hieß es.

Der eingebundene Link verweist auf einen gekaperten Webserver argentinischer Arbeitspsychologen. Dort erscheint eine Webseite mit Pornovideos, die der Interessierte nur betrachten kann, wenn er einen speziellen "Code" herunterlädt. Dieser stellt sich aber als Malware heraus und kapert den Rechner. Unter anderem handelt es sich dabei um den Trojan-Downloader Win32.Agent.vyi, die den Rechner versucht in das Storm-Botnetz einzubinden.

Neben der verlinkten und gefälschten Webseite sei auch die gesamte Website gehackt, hieß es weiter. Wer versucht, die Homepage aufzurufen, startet zudem ein Drove-by-Download. Auch hier wird versucht Schadcode auf Opfer-Rechnern zu installieren.

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