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Technologie
Sicherheit

Unternehmen werden zum größten Sicherheitsrisiko ihrer eigenen Kunden

Dietmar Müller
|
Mittwoch, 4. Februar 2009, 08:00 Uhr

Cyberkriminelle nutzen zunehmend Sicherheits-Schwachstellen in Unternehmen, um auch an die Daten der Kunden dieser Unternehmen zu gelangen. Dies ist ein zentrales Ergebnisse des IBM X-Force Reports 2008.

Die Zahl der Hacker-Angriffe, die im vergangenen Jahr von seriösen Unternehmens-Websites ausgingen, ist laut Report alarmierend angestiegen. Unternehmen werden somit zum Sicherheitsrisiko für ihre eigenen Kunden.

Die Sicherheitsspezialisten des X-Force Teams haben für den Trend- und Risiko Report 2008 zwei Hauptentwicklungen identifiziert, wie Kriminelle über Website-Attacken Internet-Nutzern Schaden zufügen:

Webseiten, das zeigt der Report sehr deutlich, sind zur Achillesferse der IT-Sicherheit von Unternehmen geworden. Cyberkriminelle konzentrieren ihre Angriffe auf Internet-Anwendungen der Unternehmen, um die PCs der Nutzer zu infizieren. Viele Unternehmen sind nicht richtig davor geschützt: Sie nutzen oft Standardlösungen, die mit vielen Schwachstellen behaftet sind. Oder sie arbeiten mit individuellen Lösungen, die Schwachstellen aufweisen, die nicht gepatched werden können. Im vergangenen Jahr hatten mehr als die Hälfte aller offen gelegten Schwachstellen in irgendeiner Form mit Web-Anwendungen zu tun – und mehr als 74 Prozent davon hatten keinen Patch.

"Ziel dieser Attacken ist es, Web-Nutzer zu täuschen, heimlich auf andere Webseiten umzuleiten und auf diese Weise ihre Daten auszuspionieren", sagt Frank Fischer, Leader Security@IBM, IBM Deutschland. "Dies ist eine der ältesten Formen von groß angelegten Angriffen, die wir heute haben. Es ist Besorgnis erregend, dass selbst zehn Jahre nachdem die so genannten SQL Injection Attacks bekannt wurden, dieser Missbrauch immer noch im großen Stil möglich ist, weil die nötigen Patches nicht implementiert wurden. Cyberkriminelle kennen diese Schwachstellen und haben es deshalb verstärkt auf Unternehmen abgesehen, weil sie dort leichtes Spiel haben, um praktisch jedem zu schaden, der im Netz unterwegs ist."

Der zweite große Trend, den die IBM X-Force ausgemacht hat, ist die Streuung von schädlichen Filmdateien (z.B. Flash) und Dokumenten (z.B. PDFs) im Internet. Allein im vierten Quartal 2008 hat das IBM X-Force Team eine 50-prozentige Zunahme von Internetadressen festgestellt, hinter denen sich manipulative und bösartige Dateien befinden. Dies waren mehr Adressen, als die X-Force im Jahr 2007 insgesamt entdeckt hat. Sogar Spammer versuchen, über bekannte Webseiten ihre Reichweite zu erhöhen. Die Zahl der auf Blogs und Nachrichtenseiten gehosteten Spam-Nachrichten ist in der zweiten Jahreshälfte 2008 um mehr als 50 Prozent gestiegen.

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