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Technologie
Sicherheit

Malware aus Deutschland und USA regiert das Web

Kathrin Schmitt
|
Freitag, 3. April 2009, 16:35 Uhr

Malware regiert das Internet – Trojaner beherrschen die Malware-Statistik. Die meisten Schädlinge kommen aus den USA und neuerdings ist auch Deutschland unter den Top-Virenschleudern. Das hat die Web-Content-Firma Akamai fest gestellt. Außerdem weist der von ihr diagnostizierte Status des Internet noch einige Baustellen auf.

So hat die vierte Ausgabe des Quartalsberichts zum Internetzustand, der 'State of the Internet'-Report, Mängel bei der weltweiten Verbreitung von Breitbandanschlüssen, sowie bei der Bekämpfung von Online-Attacken, Netzwerkausfälle gezeigt.

Akamai Technologies versteht sich als Anbieter für die Performance-Optimierung von Websites durch dynamische Inhalte. Die Firma verweist auf aktuelle Zahlen, nach denen im vergangenen Jahr von den USA, China (einschließlich Hongkong), Russland, Deutschland und Korea die größte Gefahr ausging. Die genannten Länder wurden von Akamai zur Liste der zehn Staaten gezählt, die 2008 als bedeutendste Quellen von Internetangriffen galten.

Im vierten Quartal 2008 kam es durch massiv erhöhten Internetverkehr aufgrund von sogenannten 'Flash Crowd'-Phänomenen zum Ausfall zahlreicher Websites. Betroffen war beispielsweise Europeana, eine in Europa gehostete digitale Bibliothek, die bei ihrem Launch am 20. November 2008 ein unerwartet großes Interesse auf sich zog. Infolge des Ansturms von zehn Millionen Nutzern pro Stunde kam es zu einer Überlastung des Systems und zum Komplettausfall der Website innerhalb von nur 24 Stunden, konstatierten die Web-Kenner.

Aber es gibt bezüglich des Internets auch gute Nachrichten. So sind acht von zehn Plätzen auf der Liste der Länder mit der höchsten Breitband-Penetration nach wie vor europäische Staaten. Eine geringfügige Zunahme war auch in den USA festzustellen, die sich auf Platz 11 halten konnten. Global betrachtet, stieg die Verbreitung schneller Internetanschlüsse 2008 um das Vierfache. Der Anteil der Bevölkerung, der über einen schnellen Internetzugang verfügt, stieg von 1 Prozent auf 4 Prozent.

Ende 2008 erreichten rund 19 Prozent der weltweiten Internetanschlüsse Übertragungsraten von über 5 MBit/s. Gegenüber dem Vorjahr war somit ein Anstieg der globalen Durchschnittsrate um 21 Prozent zu verzeichnen. Mit einer mittleren Geschwindigkeit von 15 MBit/s rangiert Südkorea wie auch in den vorausgegangenen drei Quartalen an der Spitze der Länder mit der höchsten Verbreitung schneller Breitbandverbindungen. Insgesamt konnte der Pro-Kopf-Anteil an Breitbandanschlüssen gegenüber dem vorherigen Quartal noch einmal zulegen. Zu verdanken ist dies ehrgeizigen Initiativen wie etwa dem Ausbau des Glasfasernetzes, heißt es in dem Report, der hier zum Download zur Verfügung steht. Vorgestern hat die Deutsche Telekom vermeldet, dass sie ihr Engagement beim Breitbandausbau eventuell zurückfahren will, wodurch die ländlichen Regionen Deutschlands die wohlbekannte deutsche Breitband-Diaspora bleiben dürften.

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