CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Technologie
Sicherheit

Mit dem Software-Update kommt die Malware

Martin Schindler
|
Montag, 3. August 2009, 16:00 Uhr

Über ein WiFi-Netzwerk lässt sich die Kommunikation eines Rechners während eines Software-Updates abfangen. So lassen sich auch Schadprogramme aufspielen.

Mit dem Tool 'Ippon' haben auf der Black Hat Sicherheitskonferenz Forscher des israelischen Unternehmens Radware verwundbare PCs in einem Netzwerk herausgefiltert. Das Tool sieht auch, wenn ein Rechner oder eine installierte Software über HTTP nach einem Update sucht.

Bevor sich aber der Rechner mit dem Update-Server in Verbindung setzen kann, antwortet bereits das Hacker-Werkzeug. Das Tool 'spricht' die Sprache der jeweiligen Anwendung und teilt der Software mit, dass ein Update verfügbar ist. Auch dann, wenn eine Software bereits auf dem aktuellen Stand ist. Von dem Server des Hackers wird dann aber kein Software-Update herunter geladen, sondern eine Datei mit einem bösartigen Programm.

Microsoft-Programme und Windows seien nicht für diese Art des Angriffes verwundbar, denn Microsoft nutze für den Update-Prozess digitale Signaturen. So kann der Angreifer den Programmen keine neuen Updates vorgaukeln. Den Firefox-Browser haben die Forscher aus dem Sicherheits-Team laut eigenen Angaben noch nicht getestet.

Itzik Kotler, der bei Radware ein Sicherheitsteam leitet, empfiehlt, dass jede Anwendung beim Update digitale Signaturen verwenden sollte. Zudem warnt er Nutzer davor, in öffentlichen WiFi-Netzwerken ihre Programme zu aktualisieren. "Man muss sich immer vor Augen halten, dass diese Infrastruktur für Angriffe offen steht", erklärte Kotler am Rande der Black Hat Konferenz in Las Vegas.

Bei seiner Präsentation auf der Sicherheitskonferenz war es Kotler möglich Schadprogramme auf Rechner aufspielen, aber auch die Kontrolle über einen PC zu übernehmen. Vorstellbar seien auch Viren, die über das WiFi-Netz auf den Rechner eingespeist würden, um dann weitere Rechner im Netzwerk zu überfallen. Weit über 100 Anwendungen, darunter auch so bekannte Programme wie Skype, seien gegen diese Form von Angriffen nicht gewappnet.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
6 von 6 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.
 
Anzeige
Ausserdem neu in technologie

Vodafone verspricht Deutschlands erstes LTE-Smartphone

Das "Velocity 4G" soll in den kommenden Wochen auf den Markt kommen. Ein genauer Starttermin sowie der Preis sind noch nicht bekannt.
08. Februar 2012

CEO Rory Read: AMD hat sich gewandelt

Nach einer intensiven Restrukturierungsphase blickt AMD nun wieder nach vorne. Der Markt sei an einem Wendepunkt und AMD bereit, die sich ...
08. Februar 2012

Nokia will in Asien produzieren

Näher an den Komponentenherstellern will Nokia künftig produzieren und plant daher die Fertigung nach Asien zu verlagern.
08. Februar 2012

neueste leserkommentare
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 10:45 Uhr

Großartig

Großartige Idee, nur wen interessierts? Mehr ...

zu Schließung von Megaupload und die Folgen
06. Februar 2012 | 09:37 Uhr

Nachtrag zum Artikel

IBM crowd sourcing could see employed workforce shrink by three quarters http://tinyurl.com/23ara48 Quelle: Personnel Today, 23. April 2010 Mehr ...

zu IBM: Community statt Festanstellung
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Business Intelligence Manager (m/w)

bei Frontline GmbH (Feste Anstellung)

Teamleiter / Teamleiterin

bei Techniker Krankenkasse (Feste Anstellung)

Leitung Event/Veranstaltungsmanagement (m/w)

bei Quadriga Capital Beteiligungsberatung GmbH (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei