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Technologie
Sicherheit

DoS-Attacke gegen Twitter: Brief an den russischen Präsidenten

Martin Schindler
|
Dienstag, 11. August 2009, 12:57 Uhr

Nach einer konzertierten Attacke gegen den Pro-Georgischen Blogger Cyxymu, die den Microblogging-Dients Twitter für mehrere Stunden lahm legte, wird die Causa mit einem offenen Brief jetzt zum Politikum.

Nachdem sich die Attacke gegen sämtliche Internet-Auftritte des Bloggers richtete, behauptete dieser auf Twitter zunächst, es sei der KGB gewesen. Nun scheint der Blogger seine Haltung ein Stück weit revidiert zu haben.

Fotogalerie: DoS-Attacke gegen Twitter: Warum Cyxymu?

Der Blogger erklärt in seinem LiveJournal, er sei Opfer einer so genannten 'Joe Job'-Attacke. In seinem Blog und anderen Auftritten macht sich der in Tiflis beheimatete Autor für die Sache der Georgier stark.
Neben der Denial-of-Service-Attacke ist der Blogger Cyxymu auch Opfer einer Spam-Campagne geworden. Cyxymus habe zahllose Out-of-Office-Replies mit dieser Mail bekommen. Er versichert, mit dem Versand dieser Mails nichts zu tun zu haben. In Fachkreisen spricht man dabei von einer Joe-Job-Attacke.
Der Twitter-Auftritt von Cyxymu. Wegen des Angriffs auf diese Seite, so vermutet der Sicherheitsexperte Graham Culeys von Sophos, sei der gesamte Dienst Twitter über Stunden nicht erreichbar gewesen.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

In einem offenen Schreiben an Dmitri Anatoljewitsch Medwedew fordert er den russischen Präsidenten auf, die Verantwortlichen für diese Attacke auszumachen und zur Verantwortung zu ziehen.

Einige Sicherheitsexperten zweifeln jedoch die Version an, dass diese Attacke von einem staatlichen Organ losgetreten wurde. Cyxymu aber beteuert, dass die von der Attacke betroffenen Dienste, LiveJournal, Facebook und Twitter allesamt erklärt hätten, dass die Attacke aus Russland gefahren wurde.

Nun folgt der Aufruf an den russischen Präsidenten, die Hacker zu finden und vor Gericht zu stellen: "Ihr Gericht, Herr Präsident, das humanste Gericht der Welt, wird in der Lage sein, die Angreifer zu finden und zu bestrafen."

Der Sophos-Mitarbeiter Graham Cluley erklärte in einem Interview mit der BBC, dass er so gut wie sicher sei, dass es sich bei dem Angriff um ein Individuum und keine staatlichen Kräfte handelte.

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