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Technologie
Sicherheit

Malware-Schutz in Apples Snow Leopard unzureichend

Anja Schütz
|
Dienstag, 1. September 2009, 16:36 Uhr

Nach Angaben der Sicherheitsexperten von Kaspersky Labs vermittelt das Malware-Tool im Mac OS X 10.6 ein falsches Sicherheitsgefühl. Laut Senior Virus Analyst Alex Gostev enthält die Antivirensoftware aktuell lediglich fünf simple Signaturen, die zwei Trojaner erkennen.

Die Antivirensoftware von Apple prüft lediglich Dateien, die über Safari, Mail, iChat, Firefox, Entourage und einige andere Browser heruntergeladen werden. Dateien aus Quellen wie Torrents oder FTP-Servern werden nicht gescannt. "Mehrere Experten vertreten die Ansicht, dass diese Art von Sicherheitslösung keinen ausreichenden Schutz bietet. Damit stimme ich voll und ganz überein", schreibt Gostev in einem Blogeintrag.

Fotogalerie: Das neue Apple Mac OS X 10.6

Im neuen Apple-Betriebsystem 'Mac OS X 10.6 Snow Leopard' gibt es zwar nur wenige Neuerungen, dafür soll das Update insgesamt schneller, zuver-lässiger und benutzerfreundlicher laufen. Ein neues Feature ist etwa 'Dock Expose', dieses ermöglicht eine Vorschau auf laufende Programme, wenn man auf den Icon am Dock klickt.
Die Stacks funktionieren nun so, wie sich das viele schon beim Vorgängerbetriebssystem Leopard gewünscht hätten. Stacks sind Ordner im Dock, die beim Anklicken 'aufspringen', ihren Inhalt darbieten und beim Loslassen der Maustaste wieder ver-schwinden. Snow Leopard zeigt auch Unterordner als Stack. Man kann aus dem Dock durch Daten-bestände navigieren, Dateien und Dokumente aufspüren - ohne Finger zu bewegen.
Auch die Vorschau hat ein paar gute Funktions-erweiterungen bekommen. Nun kann man durch die Seiten mehrseitiger PDF-Dokumente mithilfe der Pfeile blättern, die in den PDF-Dokumenten angezeigt werden, wenn man mit der Maus über das Bild fährt.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Apple versucht mit ihrem eigenen Virenscanner in direkte Konkurrenz zu den anderen Sicherheitsanbietern zu treten, erklärt Gostev. Allerdings benötige der Computerhersteller dazu Abteilungen, wie ein Virenlabor, einen Monitoring-Service und einen technischen Support. "Momentan verfügt Apple über keines dieser Dinge. Aber es hat eine Antivirensoftware", sagte Gostev. Der Kaspersky-Experte befürchtet außerdem, dass durch das Apple-eigene Malwareprogramm, Virenautoren dazu animiert werden, mehr Schadprogramme für das Apple-Betriebssystem zu schreiben.

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