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Technologie
Sicherheit

Virenwarnung: "Zimuse" zerstört Festplatten

Dietmar Müller
|
Dienstag, 26. Januar 2010, 12:05 Uhr

Der Anti-Malware-Experte Bitdefender hat eine Warnung vor einem neuartigen Schädling ausgesprochen. Man habe einen neuen Internet-Wurm namens 'Win32.Worm.Zimuse.A.' entdeckt, der erstmals die Hardware eines PCs angreift.

Dazu kombiniere er die zerstörerische Verhaltensweise eines Virus und nutze gleichzeitig die effektiven Verbreitungsmechanismen eines Wurms. Beim User tarne sich der Threat als harmloser IQ-Test. Bislang seien zwei Varianten des Virus bekannt.

Win32.Worm.Zimuse.A sei eine extrem gefährliche Art von Malware. Einmal ausgeführt, erstelle der Wurm zwischen sieben und elf Kopien von sich selbst (je nach Variante) in den kritischen Bereichen des Windows-Systems.

Im Vergleich zu herkömmlichen Würmern verursache Win32.Worm.Zimuse.A einen totalen Datenverlust, da er die ersten 50 KByte des Master Boot Record - ein besonders wichtiger Bereich der Festplatte - überschreibe. Um sich bei jedem Windows-Start erneut auszuführen, setze der Wurm den folgenden Registry-Eintrag:

[HKEY_LOCAL_MACHINESOFTWAREMicrosoftWindowsCurrentVersion Run]"Dump"="%ProgramFiles%DumpDump.exe.

Zudem werden zwei Treiber-Dateien installiert mit den Bezeichnungen:

%system%driversMstart.sys sowie %System%driversMseu.sys.

Da die 64-Bit-Versionen von Windows Vista und Windows 7 über digital signierte Treiber verfügten, könne der Wurm die Treiberdateien bei diesen Systemen nicht installieren.

Leider mache es der Schadcode den PC-Usern bereits in einem frühen Stadium seiner Aktivierung nahezu unmöglich zu erkennen, dass sie Opfer einer Malware-Infektion geworden sind. Sobald eine bestimmte Anzahl von Tagen verstrichen sei (40 Tage für Variante A bzw. 20 Tage für die Variante B), erhalte der Benutzer eine Fehlermeldung. Diese teilt ihm laut Bitdefender mit, dass ein Problem aufgetreten ist, welches aus bösartigen Inhalten in IP-Paketen einer seltsam aussehenden Web-Adresse resultiere. Der User werde des Weiteren gebeten, sein System neu zu starten, indem er auf "OK" klickt. Nach Betätigung wird die Festplatte des PCs beim nächsten Neustart aufgrund des erwähnten Registry-Eintrags zerstört.

Auf Youtube ist ein Video zu finden, das den Angriff des Zimuse-Wurms detailliert beschreibt. Um sich vor einem derartigen Angriff zu schützen, empfiehlt Bitdefender den Download und die Installation einer kompletten Anti-Malware-Suite mit Antiviren-, Antispam-, Antiphishing- und Firewall-Schutz.

Fotogalerie: Microsoft Security Essentials

Das ist die ofenfrische Version der neuen kostenlosen Microsoft Security Essentials. Es bietet neben einem grundlegenden Schutz vor Viren und Spyware auch ein kleines Tool gegen Rootkits und lässt sich auch - wenn auch nur im geringen Umfang - an die Bedürfnisse des Nutzers anpassen.
Security Essentials bietet drei verschiedene Scan-Möglichkeiten: Der Nutzer kann entweder bestimmte Laufwerke oder Ordner für die Prüfung auswählen, oder er kann eine vollständige Prüfung des Systems veranlassen (was wie erste Tests zeigen, doch deutlich länger dauert als bei manchem Konkurrenten). Auch ein Quick-Scan, der innerhalb von 30 Sekunden den Rechner nach Schädlingen abgrast, steht zur Auswahl.
Das Programm sucht täglich nach Updates. Wer mehr Sicherheit will, kann auch öfter nach verfügbaren neuen Signaturen suchen.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

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