CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Technologie
Sicherheit

Neuer Exploit umgeht Windows DEP

Anja Schütz
|
Freitag, 5. März 2010, 10:32 Uhr

Die letzten Windows-Versionen (angefangen mit XP SP2 und Vista) hat Microsoft mit den Sicherheitsmechanismen Data Execution Protection (DEP) und Address Space Layout Randomization (ASLR) ausgestattet, um die Systeme vor Angriffen durch Exploits zu schützen.

DEP verhindert die Ausführung von Code, einschließlich bösartigen Shellcodes von bestimmen Regionen des Hauptspeichers (nonexecutable) aus. ASLR wiederum sorgt für ein Random-Layout von Hauptspeicherregionen, um das Erraten genauer Locations zu erschweren. Doch was passiert, wenn diese Sicherheitsmechanismen nicht sicher sind?

Genau dies musste der Sicherheitsforscher Berend-Jan Wever feststellen, als er von einer neuen Exploit-Technik in einem Proof-of-Concept (POC) berichtete, die diese DEP-Funktionalität umgeht, wenn ASLR deaktiviert ist. Wever erklärt die Methode, wie DEP und ASLR mithilfe von Return-to-Libc-Angriffen umgangen werden, wobei der Angreifer statt des eigenen Codes vorhandenen Code, die Exploit-Anwendung oder Bibliotheksfunktionen nutzen, um den Angriff auszuführen.

Obwohl diese Funktionen die Code-Ausführung zum einem erschweren, sind sie nicht perfekt und können umgangen werden, wie sich gezeigt hat. Dabei ist es möglich, dass dieser Exploit eine bereits geschlossene Schwachstelle im Internet Explorer verwendet, doch die neue Technik könnte den Weg für neuen Exploit bereiten. Außerdem hat Microsoft ASLR erst ab Vista standardmäßig aktiviert, sodass von weiteren Schwachstellen dieser Art in neuen Windows Versionen ausgegangen werden kann.

Aufgrund der steigenden Zahl der veröffentlichten POCs sollte der Umgang mit verantwortungsvollen Veröffentlichungen mehr diskutiert werden. Öffentliche Disclosures sind derzeit ein zweischneidiges Schwert, denn sie tragen einerseits zur Bedrohungslandschaft bei und komplizieren diese zusätzlich. Andererseits schärfen sie das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Gefahren und zwingen Entwickler, schnell zu reagieren. Auch führen sie wiederum zu schweren Exploits.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
4 von 4 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.
 
Anzeige
Ausserdem neu in technologie

Zehn exotische Ladegeräte

Handy-Laden per Micro-USB ist inzwischen mit vielen Smartphones möglich. Dennoch kann man seinem Leben mit extravaganten Ladegeräten etwas ...
09. Februar 2012

Samsung-Tablet: Apple scheitert mit Verkaufsverbot

Das Tablet "Galaxy Tab 10.1N" von Samsung wird es auch weiter in Deutschland zu kaufen geben. Das Landgericht Düsseldorf lehnte einen entsprechenden ...
09. Februar 2012

Das steckt hinter AMDs neuer Strategie

Nach einem Analystentag von AMD beschreibt der zweite Teil unseres Hintergrundartikels, die Details der künftig geplanten Technologieprojekte.
09. Februar 2012

neueste leserkommentare
08. Februar 2012 | 08:38 Uhr

Die Überschrift "pöbeln" wird im Text nicht belegt

Das was da von Herrn Friedrich zitiert wird hat nichts mit pöbeln zu tun! Es ist mir völlig unverständlich, wie man hier von pöbeln schreiben kann. Mehr ...

zu Innenminister Friedrich pöbelt gegen Netzgemeinde
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 11:04 Uhr

Motorola ./. Apple

Leider schaffe ich es nicht, für Apple irgendwelche Tränen zu verlieren nach deren Klageorgie gegen Samsung. Sie haben Motorola ja vorgemacht, wie man so etwas tut. Daß der Schuß nach hinten ... Mehr ...

zu Motorola will Teil der Apple-Umsätze
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Manager Compensation & Benefits (m/w)

bei HRblue AG (Feste Anstellung)

Bereichsleiter SAP Operations ca. 100 MA (w/m)

bei PrimePeople GmbH (Feste Anstellung)

President & CEO (m/w) , Canada

bei StepStone sucht für Kunden - Chiffre [85431] (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei