CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Technologie
Sicherheit

Spam-Falle: Cyberkriminelle locken mit konkreten Jobangeboten

Anja Schütz
|
Dienstag, 9. März 2010, 10:06 Uhr

Ein "alter Bekannter" sorgt in der Welt der E-Threats wieder für Aufsehen. Die Sicherheitsexperten von BitDefender registrierten jüngst vermehrt Infektionen durch Win32.Worm.Mabezat.J.

Die weiterhin schwierige Wirtschaftslage bleibt ein beliebtes Lockmittel für Spam-Attacken. Ausgenutzt werden dabei vor allem die derzeitig hohe Arbeitslosenquote und die Hoffnung vieler Beschäftigungsloser auf neue Arbeit. So gehören gefälschte Jobangebote zu den neuen Methoden der Malware-Autoren, um ihre verseuchten Nachrichten an den Nutzer zu bringen. Die in Englisch verfassten Mails werden mit Betreffzeilen betitelt wie zum Beispiel: "Web designer vacancy", "New work for you", "Welcome to your new work" oder "We are hiring you".

Statt eines konkreten Jobangebotes enthält die Mail einen scheinbar harmlosen Anhang namens winmail.dat. Der Nutzer wird gebeten, diese Datei zu entpacken. Anschließend erscheint die Aufforderung zum Öffnen eines Word-Dokuments mit dem Titel "Readme.doc". Dieses erweist sich jedoch als eine ausführbare Datei, die mit Win32.Worm.Mabezat.J infiziert ist.

Einmal geöffnet, erstellt die angebliche Readme-Datei unter Nutzung des Windows Explorer ein eigenes Verzeichnis, das den Wurm enthält. Dieser erzeugt anschließend einen Eintrag in der "autorun.inf" inklusive einer neuen Datei mit dem Namen "zPharaoh.exe". Dabei handelt es sich um eine Kopie des Wurms. Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass Win32.Worm.Mabezat.J in der Lage ist, die ersten 1768 Bytes einer exe-Datei mit seinem eigenen verschlüsselten Code zu ersetzen, anstatt sich wie andere Schädlinge anzuhängen. Der Wurm infiziert den PC anschließend jedes Mal von Neuem, sobald eine solche Datei ausgeführt wird. Beispiele sind der Windows Media Player sowie einige Binär-Dateien in Outlook Express.

Die Mabezat-Familie ist extrem gefährlich: Neben dem Befall von Binär- und der Zerstörung von Systemdateien sammeln Varianten des Wurms auch E-Mail-Adressen aus einer Vielzahl von Dateiformaten. Nachdem der Wurm eine E-Mail-Liste erstellt hat, nutzt er seine eigene SMTP Engine, um sich via Massen-Mails selbstständig weiterzuverbreiten.

Um sich vor einem derartigen Angriff zu schützen, empfiehlt BitDefender den Download und die Installation einer kompletten Anti-Malware-Suite mit Antiviren-, Antispam-, Antiphishing- und Firewall-Schutz. Unter quickscan.bitdefender.com können Anwender einen kostenlosen Malware-Scan durchführen, um sicherzugehen, dass sich Mabezat nicht bereits auf ihrem Rechner eingenistet hat.

  1 | 2 Seite 2/2 »
 
Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
2 von 2 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.
 
Anzeige
Ausserdem neu in technologie

Zehn exotische Ladegeräte

Handy-Laden per Micro-USB ist inzwischen mit vielen Smartphones möglich. Dennoch kann man seinem Leben mit extravaganten Ladegeräten etwas ...
09. Februar 2012

Samsung-Tablet: Apple scheitert mit Verkaufsverbot

Das Tablet "Galaxy Tab 10.1N" von Samsung wird es auch weiter in Deutschland zu kaufen geben. Das Landgericht Düsseldorf lehnte einen entsprechenden ...
09. Februar 2012

Das steckt hinter AMDs neuer Strategie

Nach einem Analystentag von AMD beschreibt der zweite Teil unseres Hintergrundartikels, die Details der künftig geplanten Technologieprojekte.
09. Februar 2012

neueste leserkommentare
08. Februar 2012 | 08:38 Uhr

Die Überschrift "pöbeln" wird im Text nicht belegt

Das was da von Herrn Friedrich zitiert wird hat nichts mit pöbeln zu tun! Es ist mir völlig unverständlich, wie man hier von pöbeln schreiben kann. Mehr ...

zu Innenminister Friedrich pöbelt gegen Netzgemeinde
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 11:04 Uhr

Motorola ./. Apple

Leider schaffe ich es nicht, für Apple irgendwelche Tränen zu verlieren nach deren Klageorgie gegen Samsung. Sie haben Motorola ja vorgemacht, wie man so etwas tut. Daß der Schuß nach hinten ... Mehr ...

zu Motorola will Teil der Apple-Umsätze
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

AMG Projektleiter Triebstrang (m/w)

bei Daimler AG (Feste Anstellung)

HR Business Partner (m/w)

bei HAVI Logistics (Feste Anstellung)

Manager Compensation & Benefits (m/w)

bei HRblue AG (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei