CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Technologie
Software

Wikipedia des Rufmords verdächtigt

silicon.de
|
Montag, 5. Dezember 2005, 12:10 Uhr

Das Online-Lexikon Wikipedia hat mehr und mehr mit den Konsequenzen aus dem freien Beisteuern von Inhalten zu kämpfen.

Das Online-Lexikon Wikipedia hat mehr und mehr mit den Konsequenzen aus dem freien Beisteuern von Inhalten zu kämpfen. Das jüngste Beispiel ist ein Rentner aus dem US-Bundesstaat Tennessee, der in dem Lexikon des Mordes an Kennedy verdächtigt wurde. Jetzt wird die Grundfrage nach der Verlässlichkeit von Wikipedia in den USA neu aufgerollt.

Der Rentner befürchtet Rufmord: In einem Wikipedia-Eintrag über den pensionierten Redakteur für Tageszeitungen stand über mehrere Monate zu lesen, dass er "wahrscheinlich direkt in die Kennedy-Ermordung von John und seinem Bruder Bobby verstrickt" gewesen sei. Vorwürfe, die sich der 78-Jährige nicht gefallen ließ. Er trat mit einem Protestartikel bei Wikipedia und in der USA Today eine öffentliche Debatte über die Vertrauenswürdigkeit der Informationsquelle Wikipedia los. Die Alternative, nach dem anonymen Urheber des Artikels zu suchen, endete an den Türen eines Internet-Providers - nur ein Gerichtsbeschluss hätte diesen bewegen können, den Nutzernamen Preis zu geben. Die Aussicht auf einen jahrelangen Prozess schreckte den Rentner, der sich daraufhin an die Öffentlichkeit wandte - und das mit Erfolg.

Denn nun soll Wikipedia eine Kontrollinstanz bekommen: Ein Expertenteam soll ab Januar die Einträge sichten und strafbare oder zweifelhafte Inhalte ausfiltern, die nach Angaben der Betreiber zuhauf auftauchen und als Missbrauch von Wikipedia betrachtet werden. Gedacht war das Online-Lexikon schließlich einmal als Versuch des Erfinders Jimmy Wales, im Jahr 2001 dem Internet etwas von seinem Charme und Nutzen zurückzugeben. Die Idee dabei ist, dass in einem gewissen Rahmen jeder Nutzer einen Artikel einstellen und sein Wissen so mit der Web-Welt teilen kann. Andere Nutzer sollen dann eventuell notwendige Korrekturen bringen, so dass die Community sich in gewisser Weise gegenseitig korrigiert und die Site immer besser wird. Doch bei 2,5 Milliarden Page Views im Monat, die die Site derzeit weltweit verzeichnet, kann es zu Fehlern kommen - haftbar ist dafür zunächst einmal niemand.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
 
Anzeige
Ausserdem neu in technologie

Vodafone verspricht Deutschlands erstes LTE-Smartphone

Das "Velocity 4G" soll in den kommenden Wochen auf den Markt kommen. Ein genauer Starttermin sowie der Preis sind noch nicht bekannt.
08. Februar 2012

CEO Rory Read: AMD hat sich gewandelt

Nach einer intensiven Restrukturierungsphase blickt AMD nun wieder nach vorne. Der Markt sei an einem Wendepunkt und AMD bereit, die sich ...
08. Februar 2012

Nokia will in Asien produzieren

Näher an den Komponentenherstellern will Nokia künftig produzieren und plant daher die Fertigung nach Asien zu verlagern.
08. Februar 2012

neueste leserkommentare
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 10:45 Uhr

Großartig

Großartige Idee, nur wen interessierts? Mehr ...

zu Schließung von Megaupload und die Folgen
06. Februar 2012 | 09:37 Uhr

Nachtrag zum Artikel

IBM crowd sourcing could see employed workforce shrink by three quarters http://tinyurl.com/23ara48 Quelle: Personnel Today, 23. April 2010 Mehr ...

zu IBM: Community statt Festanstellung
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Neue Horizonte − Account Manager (m/w) weltweit Maschinen− und Anlagenbau

bei personal total Karlsruhe / r & m Personalvermittlung GmbH (Feste Anstellung)

Informatiker (m/w) Softwarearchitekt

bei Serma GmbH (Feste Anstellung)

Verkaufsleiter filialisierte Großbäckerei (m/w)

bei GfM Gesellschaft für Managementberatung AG (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei