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Metasuche Ixquick setzt auf anonyme Suchanfragen

silicon.de
|
Freitag, 9. Juni 2006, 13:33 Uhr

Die Meta-Suchmaschine Ixquick beendet nach eigenen Angaben die Erfassung der privaten Anwenderdaten.

Das teilte das niederländische Unternehmen mit. Ixquick ist eine Meta-Suchmaschine, die bei jeder Suchanfrage 15 internationale und lokale Suchmaschinen abfragt.

Normalerweise registrieren Suchmaschinen unter anderem den Zeitpunkt des Zugriffs, die Suchbegriffe, die besuchten Websites und die IP-Adresse des Nutzers, hieß es. Die IP-Adresse ermögliche es in vielen Fällen, den Standort des Computers festzustellen.

Diese Angaben würden von Suchmaschinen oft für lange Zeit gespeichert und seien nicht nur für Firmen und Behörden, sondern auch für Kriminelle interessant. "Viele Suchmaschinen verwerten diese Angaben auch für geschäftliche Zwecke", sagte Ixquick-Sprecher Alex van Eesteren im Gespräch mit silicon.de. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis diese Daten missbraucht werden.

Dagegen lösche Ixquick ab sofort alle persönlichen Suchangaben in den Log-Dateien, darunter die IP-Adressen und die Unique User IDs. Damit könnten die Ixquick-Nutzer andere Suchmaschinen nutzen, ohne dass diese ihre Daten registrieren können. Ixquick tausche mit den jeweiligen Suchmaschinen keine persönliche Daten aus, so van Eesteren.

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