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Technologie
Software
Billig-Notebooks

Intel verlässt OLPC im Streit

Tom Krazit und Stefan Beiersmann
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Freitag, 4. Januar 2008, 11:08 Uhr

Nur knapp sechs Monate nachdem Intel und Nicolas Negroponte alle Streitigkeiten beigelegt und den Beitritt des Chipriesen zum gemeinnützigen One-Laptop-per-Child-Projekt (OLPC) erklärt haben, hat Intel das Ende der Zusammenarbeit mit OLPC erklärt.

Hintergrund ist nach Angaben von Intel die Forderung Negropontes, wonach der Prozessorhersteller seine Mitarbeit am Classmate-Projekt einstellen soll. Classmate ist eine mögliche Konkurrenz im Bereich der niedrigpreisigen Bildungscomputer und war bereits vor dem Beitritt Intels zum OLPC ein Anlass zu Meinungsverschiedenheiten.

Intel und OLPC hatten damit begonnen, eine Intel-basierte Version des XO-Laptops zu entwickeln, welches derzeit von einem AMD-Prozessor angetrieben wird. OLPC soll Intel sogar aufgefordert haben, generell nicht mit Unternehmen zusammenzuarbeiten, welche Billig-Notebooks fertigen. Davon wäre auch Asus EeePC betroffen, das derzeit wohl erfolgreichste Produkt in diesem Segment.

"Wir haben schon immer den Standpunkt vertreten, dass es nicht nur eine Lösung geben wird", sagte die Intel-Sprecherin Agnes Kwan über die verschiedenen Initiativen, bedürftige Kinder mit Computern zu versorgen. "Unser Ansatz enthält einige fundamentale Unterschiede", ergänzte Kwan mit Hinblick auf das Classmate-Projekt.

Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen von Intel war seitens OLPC noch nicht zu bekommen. Allerdings wäre die Forderung nach Exklusivität von Intel für den XO-Laptop verwunderlich. Auch wenn das Ziel des Projektes sehr nobel ist, halten sich die vorzuweisenden Erfolge bisher in Grenzen. Bisher hat sich keines der gemeinnützigen Bildungsprojekte so profiliert, dass ein Ausschluss der Konkurrenz gerechtfertigt oder gar sinnvoll wäre.

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