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Technologie
Software
Alltagstaugliche IT

Offene Standards sind wichtiger als Open Source

Kathrin Schmitt
|
Freitag, 14. September 2007, 15:11 Uhr

Ein liberaler britischer Politiker hat kürzlich vor IT-Fachpublikum die These aufgestellt, dass die Nützlichkeit von Open Source nichts ist gegen die Durchsetzungsfähigkeit offener Standards.

John Pugh, Member of Parliament, der Ministersprecher für Gesundheit im liberalen Schattenkabinett, stieß damit eine schwelende Diskussion neu an. Er traf mit seinem Vortrag auf dem Westminster eForum den Nerv vieler Zuhörer.

Es gebe gute Gründe für den Einsatz von Open Source, doch noch bessere für die Beachtung offener Standards. Ohne sie gebe es die Gefahr, bei einem einzigen Anbieter versperrt zu sein und ihm auf Gedeih und Verderb folgen zu müssen, oft über Jahrzehnte hinweg.

Teile der Industrie würden sich derzeit von Open Source und vor allem von Open Standards weg bewegen. Das sei ein extremer Rückschritt, sagte er. Denn Interoperabilität komme allen zugute – gerade der Softwareindustrie. In einer Welt, die kundenfreundlich sein wolle, müsse es möglich sein, dass sie sich aus einer industrieweiten Palette von Lösungen die aussuchen, die am besten zu ihren Bedürfnissen passen. Das erfordere Interoperabilität.

Er nannte den Ansatz "proprietär mit Ansätzen von Open Source und korrelierend mit Regierungsansätzen". Und dafür bekam er Applaus, auch von anwesenden Microsoft-Managern, die folgende Worte im Munde führten: Es sei wichtiger, sich an den Kunden als an der Technologie allein zu orientieren. Red-Hat-Vertreter sprachen in diesem Zusammenhang lieber von einer Demokratisierung der Technologie, die überfällig sei.

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