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Technologie
Software
Betriebssysteme

Linux-Desktop gefährdet Windows

Martin Schindler
|
Donnerstag, 15. November 2007, 17:29 Uhr

Vielleicht ist es jetzt endlich doch so weit. Man mag es schon kaum mehr glauben, noch weniger will man es hören.

Der Linux-Desktop kommt. Aber diesmal ist es anders als bei den üblichen Mutmaßungen. So hat der Martkforscher Forrester diese Aussage auf eine Studie gegründet. "Werden Desktop-Manager weiterhin den Pfad der Standardisierung auf der Windows-Plattform beschreiten", so fragt Benjamin Gray, Analyst bei Forrester. "Und wird Linux auf dem Enterprise-Desktop weiterhin nicht existieren", so Gray weiter. Die Antwort  lautet, "auf keinen Fall".

Dieses nette Frage-Antwort-Spiel entstammt der Studie 'How Windows Vista Will Shake Up The State Of The Enterprise Operating System'. So sei das Interesse am Linux-Desktop inzwischen einfach zu stark, als dass dieses Phänomen wieder von der Bildfläche verschwinden könnte. Man solle sich zudem im Verlauf des nächsten Jahres darauf gefasst machen, dass "Linux auf dem Desktop wachsen wird, weil die Distributoren sehr hart daran arbeiten, es zu einer Enteprise-Class-Lösung zu machen".

Wird aber deswegen Vista von der Bildfläche verschwinden? Das ist äußert unwahrscheinlich. Der Analyst sieht das neue Betriebssystem auf mindestens einem Viertel aller Unternehmens-Desktops. Aber erst im kommenden Jahr, wenn die CIOs nämlich von XP auf Vista migrieren.

Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen aus Europa und USA hätten bereits konkrete Pläne mit Vista. 7 Prozent hätten bereits mit dem Deployment begonnen. Bis Ende 2008 wird diese Zahl auf 32 Prozent wachsen, prognostiziert der Analyst. 2009, so glaubt Gray, werden dann nochmal 17 Prozent hinzukommen.

Zumal Vista mit einer installierten Basis von 2 Prozent angefangen hat. "Die Ära von Vista hat in den Unternehmen offiziell mit einem Wimmern begonnen", scherzt Gray. Doch dürfe man deshalb das Betriebssystem keinesfalls unterschätzen. Diese 2 Prozent "sind die ersten Schneeflocken vor dem Sturm". Unternehmen seien eben sehr vorsichtig gewesen. Und noch immer warten viele Unternehmen auf das Service Pack 1, das im ersten Quartal 2008 auf den Markt kommen werde.

Ein weiterer Aspekt der Studie behandelt Anwender von Windows 2000. Nur knapp 40 Prozent dieser Unternehmen tragen sich überhaupt mit dem Gedanken, auf Vista zu migrieren. Nur 4 Prozent wollen noch in diesem Jahr auf Vista gehen. 20 Prozent könnten dann 2008 umsteigen. Bei XP-Anwendern ergibt sich ein anderes Bild: Etwa die Hälfte wollen bis 2010 auf Vista migrieren. 

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