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Technologie
Software

Das Windows-7-Feeling

Sibylle Gassner
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Freitag, 14. November 2008, 13:22 Uhr

Noch gibt es nicht einmal eine Betaversion von Windows 7, doch schon scheint es beschlossene Sache, dass das neue Betriebssystem von Microsoft lediglich eine Art besseres Vista ist. Ob dieses Urteil nicht zu voreilig ist, wird sich in den kommenden Monaten herausstellen. Fest steht, dass Microsoft dafür gesorgt hat, dass sich Windows 7 zumindest anders anfühlt – im wahrsten Sinne des Wortes. Stichwort Multitouch.

Tatsächlich ist die Touchscreen-Fähigkeit nicht neu – weder für Hardware-Hersteller noch für Microsoft. Tablet PCs mit Windows Tablet PC Edition gibt es immerhin schon seit einigen Jahren. Doch die Geräte konnten sich unter Privatnutzern nie durchsetzen. Der jüngste Boom von Touchscreen-Handys, hervorgerufen von Apples iPhone, dürfte sich aber auch am PC-Markt niederschlagen.

Fotogalerie: Windows 7 - Mobile, Multitouch und mehr

Unter anderem, um das neue Betriebssystem von Vista abzuheben, hat Microsoft Windows 7 mit Multitouch-Technologie ausgestattet. Anfang nächsten Jahres soll die erste öffentliche Beta-version von Windows 7 erscheinen.
Zur Demonstration von Multitouch nutzte Microsoft während der WinHEC-Konferenz unter anderem eine virtuelle Weltkarte.
Multitouch soll vor allem auch Business-Anwendungen neue Möglichkeiten eröffnen. Kritzel-Kunstwerke per Fingerstreich sorgen daneben für den nötigen Spaßfaktor.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Dennoch werden PCs mit Multitouch-Technologie auf absehbare Zeit mehr kosten als ihre traditionellen Verwandten. Und selbst der Kult um das iPhone kann nicht verbergen, dass es Anwender gibt, die mit einem Touchscreen schlicht und ergreifend nichts anfangen können.

Abgesehen davon hält sich die Innovations-Gier von Microsoft-Nutzern, im Vergleich zu Apple-Usern, in Grenzen. Dafür behält Redmonds Kundschaft das Kosten-Nutzen-Verhältnis stärker im Auge. Genau hier versucht Microsoft jedoch zu punkten.

Denn die Multitouch-Fähigkeit des neuen Betriebssystems soll sich auch auf schwächeren Rechnern durchsetzen. Bei den bereits jetzt sehr kleinen und leichten Netbooks könnte man die Tastatur streichen und durch eine virtuelle ersetzen - wie es bei einigen Smartphones der Fall ist. Ein erstes Netbook mit Windows 7 und Touchscreen soll Ende nächsten Jahres von Asus kommen, wie CEO Jerry Shen bereits angekündigt hat.

Doch Microsoft will mit Windows 7 nicht nur die Netbook-User zufriedenstellen. Auch die Leistung von Highend-Rechnern soll mit dem neuen Betriebssystem voll ausgereizt werden können. So sollen etwa Rechner mit bis zu 256 Prozessoren unterstützt werden, besagt die gut informierte Gerüchteküche. Windows Vista kann in der 64-bit-Version gerade einmal 64 Prozessoren bedienen.

Noch befindet sich Windows 7 aber wie gesagt gerade einmal in der Alpha-Phase – doch bereits zum Jahreswechsel soll die Beta-Phase starten, das komplette Betriebssystem soll pünktlich zu Weihnachten 2009 fertig sein.

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