CNET.DE | SILICON.DE | ZDNET.DE
Anzeige
ANZEIGE
Technologie
Software

"Wer Windows XP liebt, wird Windows 7 hassen"

Sibylle Gassner
|
Mittwoch, 7. Januar 2009, 15:22 Uhr

Auch wenn Microsoft nicht müde wird, den Erfolg von Vista zu beteuern, hat sich ein nicht kleiner Teil der Microsoft-Anwender längst fürs Warten entschieden. Warten auf Windows 7. Weil sie glücklich sind mit XP, fällt ihnen kein wirklich guter Grund ein, warum sie auf Vista wechseln sollten. Diese Bequemlichkeit könnte ihnen aber beim Wechsel auf Windows 7 zum Verhängnis werden.

Genau darüber ist ein Streit unter den ZDNet-Experten Jason Perlow und Ed Bott ausgebrochen. So ist Perlow der Meinung, die überarbeitete Benutzeroberfläche von Windows 7 sei nur wenig intuitiv und werde vor allem langjährigen XP-Nutzern enorme Probleme bereiten. Denn genau diesen Weg – direkt von XP zu Windows 7 – würden viele Nutzer gehen.

Tatsächlich gebe es einen Lernprozess, räumt Bott ein. Frust sei vorprogrammiert bei Anwendern, die "darauf beharren, weiter mit Techniken zu arbeiten, die sie im vergangenen Jahrtausend gelernt haben, als Software noch anders gebaut wurde". Aufgeschlossene XP-Nutzer könnten jedoch innerhalb weniger Minuten das Prinzip der neuen Benutzeroberfläche erfassen und wie sie ihre Produktivität dadurch steigern können. "Das Geheimnis liegt darin, mit alten Gewohnheiten zu brechen und neue zu entwickeln", so Bott.

Fotogalerie: Windows 7, Vista und XP im Vergleich

Diese Screenshots zeigen die Entwicklung der Personalisierungsoptionen von Windows im Laufe eines knappen Jahrzehnts. XP bietet eine Dialogbox mit verschiedenen Tabs, Vista bietet zwar ein schickeres Control Panel - die meisten Links führen jedoch wieder zu altmodischen Tabs à la XP. In Windows 7 dann lässt sich nahezu das gesamte User Interface über eine Oberfläche adressieren.
Die bemerkenswerteste Veränderung in der Entwicklung des Windows Explorer ist die Entzerrung von Laufwerk-Anzeige und Dateiverzeichnis. Unter XP wurde der Explorer vom Dateiverzeichnis dominiert, unter Vista blieb ihm nur noch die untere Hälfte der Anzeigenoberfläche.
Unter Windows 7 nun wird der Verzeichnisbaum aus Laufwerken und Dateien noch weiter entzerrt. Dominiert wird die Navigation nun von einer Ansammlung von Libraries, die verschiedene physische Speicherorte in einem virtuellen Überblick zusammenfassen.

 Klicken Sie auf eines der Bilder, um die Fotogalerie zu starten

Größter Kritikpunkt von Perlow ist die grundlegend geänderte Navigation. So sei das Sammelsurium an Systemeinstellungen unter dem Menüpunkt 'Systemeinstellungen' immer noch wenig intuitiv und übersichtlich ausgerichtet. Zudem sei die gewohnte Ansicht über Bord geworfen worden. Bott verweist hier auf die neu hinzugekommene Suchfunktion. So komme man beispielsweise über die Eingabe des Stichworts 'Screen ' direkt zum Menüpunkt Screensaver. Bisher müsse man den Umweg über den Display-Icon machen. "Man kennt diese Arbeitsschritte, weil man sie seit 14 Jahren macht, aber intuitiv kann man das trotzdem nicht nennen."

  1 | 2 | 3 Seite 2/3 »
 
Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
14 von 15 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.
 
Anzeige
Ausserdem neu in technologie

Vodafone verspricht Deutschlands erstes LTE-Smartphone

Das "Velocity 4G" soll in den kommenden Wochen auf den Markt kommen. Ein genauer Starttermin sowie der Preis sind noch nicht bekannt.
08. Februar 2012

CEO Rory Read: AMD hat sich gewandelt

Nach einer intensiven Restrukturierungsphase blickt AMD nun wieder nach vorne. Der Markt sei an einem Wendepunkt und AMD bereit, die sich ...
08. Februar 2012

Nokia will in Asien produzieren

Näher an den Komponentenherstellern will Nokia künftig produzieren und plant daher die Fertigung nach Asien zu verlagern.
08. Februar 2012

neueste leserkommentare
07. Februar 2012 | 16:14 Uhr

Bezirksgericht

Richtig! Danke für die Ergänzung. Mehr ...

zu Münchner Gericht erlaubt Galaxy Tab 10.1N und Nexus
07. Februar 2012 | 10:45 Uhr

Großartig

Großartige Idee, nur wen interessierts? Mehr ...

zu Schließung von Megaupload und die Folgen
06. Februar 2012 | 09:37 Uhr

Nachtrag zum Artikel

IBM crowd sourcing could see employed workforce shrink by three quarters http://tinyurl.com/23ara48 Quelle: Personnel Today, 23. April 2010 Mehr ...

zu IBM: Community statt Festanstellung
  • Artikel
  • Bildergalerien
  • Videos
Sponsored Links

Business Development Manager (m/w)

bei BeKo Käuferportal GmbH (Feste Anstellung)

Teamleiter Entwicklung (m/w)

bei Aperto AG (Feste Anstellung)

Businessmanager (m/w) APPs für mobile Endgeräte

bei GIGATRONIK Stuttgart GmbH (Feste Anstellung)

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei