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Technologie
Software

Was Sie über SAPs Solution Manager wissen sollten

Dr. Andreas Hufgard
|
Freitag, 3. September 2010, 12:16 Uhr

SAP-Anwender, die ihre IT-Landschaft modernisieren wollen, kommen um den SAP Solution Manager nicht mehr herum. Aber welche Möglichkeiten bietet das Werkzeug? Ein Gastbeitrag von Dr. Andreas Hufgard, Leiter der IBIS Labs bei der IBIS Prof. Thome AG.

Die Entwicklung des Solution Managers nahm ihren Anfang mit der Notwendigkeit, mehrere SAP-Systeme durch ein zentrales Anwendungsmanagement zu verbinden. Dabei sollten sowohl die Anwender in ihren Customer Competence Centern als auch SAP über den Active Global Support die Möglichkeit haben, die Leistungen zu zentralisieren. Gleiches galt auch für alle Werkzeuge zur Leistungsverbesserung des SAP-Systems. Allerdings verfolgte SAP hier das Ziel, viele ihrer Werkzeuge direkt in die Hände der Kunden zu legen. Erst später kamen Tools hinzu, die im operativen Betrieb das Änderungsmanagement organisieren.

Dr. Andreas Hufgard
Dr. Andreas Hufgard
Foto: IBIS Prof. Thome AG

Zentrales Anwendungsmanagement über Workcenter

Für ein zentrales Anwendungsmanagement sind im Solution Manager so genannte Workcenter verantwortlich. Jedes Workcenter bildet dabei Rollen ab oder unterstützt spezielle Aufgaben. Müssen mehrere Systeme miteinander verbunden werden, verdeutlicht die Workcenter-Struktur die Vorteile des Solution Managers. Denn dieser arbeitet wie eine Spinne im Netz, koordiniert und verbindet die Systeme miteinander.

Das Workcenter Systemverwaltung bietet einen zentralen Zugriff auf Routineaufgaben und auf die Werkzeuge der Systemadministration. Im Workcenter Systemmonitoring befinden sich Tools, die ein zentrales Monitoring erlauben. Diese Systemchecks dienen der Problemerkennung, sofern die dafür notwendigen Werkzeuge in den Satellitensystemen aktiviert sind. Das Workcenter Business Process Operation überwacht Schnittstellen und stellt die Datenkonsistenz sicher. Und das Workcenter zur so genannten Root Cause Analyse dient der Ursachenanalyse für ABAP und Java-basierte Anwendungen.

Damit eine Entwicklungsabteilung ITIL-konforme Änderungen durchführen kann, nutzt diese das erweiterte Change Management Workcenter. Dies stellt die Verwaltung von Wartungs- und Änderungsanträgen sicher. Das Incident Management behebt Fehlermeldungen innerhalb einer Supportorganisation beim Kunden. Dabei arbeitet die interne Erfassung der Meldungen eng mit dem SAP Service Marktplatz und dem SAP Support zusammen.

Eng verflochten ist der SAP Support auch mit dem Service Delivery Workcenter. Dort ermöglicht SAP den Zugriff auf die Palette des SAP Supports. Für den reibungslosen Betrieb des Workcenters im Solution Manager ist eine exakte Geschäftsprozessstruktur notwendig, die auf Basis des Business Process Repository zusammengestellt werden kann. Dafür gibt es hilfreiche Services, beispielsweise RBE Plus, die eine Evaluierung und individuelle Ausprägung vereinfachen.

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