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Technologie
Web & Social

Aprilscherze bringen die IT-Welt zum Lachen

Kathrin Schmitt
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Freitag, 28. März 2008, 16:25 Uhr

Früher konnte man einzelne Freunde am 1. April veräppeln, heute nutzt man dafür das Web und erreicht eine echte Massenwirkung. Das wissen auch die Konzerne und mischen munter mit. Allen voran Google. Der Konzern ist berüchtigt für Produkt-Fakes wie Gmail Paper (6 GB Nachrichten als Ausdruck) oder die Nutzung der Abwasserrohre für Internetzugang.

Die Top Ten des New Yorker Medienkonzerns ABCNews umfassen die Site von Dan Baines. Er hatte im März 2007 damit angegeben, echte Fotos von Überresten der ersten Elfe zu haben, die die Menschheit je zu Gesicht bekam. Die Fotos von der "mumifizierten Elfenleiche", die am Rande einer alten Römerstrasse in Großbritannien gefunden worden seien, stellten sich jedoch als Aprilscherz heraus. Der gelernte Bühnenbildner hatte die "Kreatur" selbst geschaffen und verkaufte sie schließlich über Ebay.

Hochmotivierte Apple-Fans hatten weniger Glück und wurden von der Zeit überrollt: Ihr Aprilscherz aus dem Jahr 2004, die glaubwürdige Ankündigung eines iPod, der Videos abspielen kann, erreichte keine Berühmtheit. Schließlich kam nur wenige Monate danach der echte Video-fähige iPod auf den Markt. Vom Aprilscherz namens PodShave, einem iPod, der auch rasieren kann, ist wenigstens noch der Rasierer-Klingelton geblieben.

Einfallsreicher zeigten sich da schon die Macher der Site ThinkGeek, die alljährlich zum 1. April mit Produkten den Vogel abschießen, die die Gesetze der Physik aufheben müssten: Ein Ladegerät, das die natürliche Luftelektrizität in Gleichstrom umwandeln kann wäre zwar praktisch, ist aber so unrealistisch wie das Beamen von Menschen. Ein USB-Bräunungsstudio oder ein Koffein-Inhalationsgerät mit USB-Anschluss sind ebenfalls offensichtliche Scherzartikel. Super fand die Redaktion silicon.de auch die Idee von animierten Tatoos, die sich je nach Laune oder Tageszeit (oder neuer Freundin) ändern können.

Andere Aprilscherze in den Top Ten berichteten von angeblichen Fusionen zwischen der Encyclopaedia Britannica und Wikipedia (daraus wird dann Wikipaedia); oder den Fund von Wasser auf dem Mars mit Beweisfotos. Zum 1. April wird aber auch gern Quatsch berichtet, der absolut glaubwürdig klingt: Wer kann sich schließlich nicht vorstellen, dass ein Auto 14 Stunden stur im Kreis fährt, weil die Software einen Fehler hat?

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