Politik

Microsoft Cybersecurity (Grafik: MIcrosoft)

Microsoft plädiert für “Digitale Genfer Konvention”

Microsofts Chefanwalt Brad Smith zufolge sollen damit Zivilisten vor staatlich gesteuerten Cyberkriegsaktivitäten geschützt werden. Eine zu installierende Kontrollbehörde könnte sich an der internationalen Atomenergie-Organisation orientieren. US-Präsident Trump forderte er auf, zusammen mit Russland neue Normen für den Cyberspace zu etablieren.

Spionage (Bild: Shutterstock)

Kommentar: Cyberspionage und Schuldzuweisungen

Ob gehackte E-Mails von Wahlkampfmanagern, Angriffe auf Behörden oder Desinformation in Sozialen Netzwerken: Immer haben Medien und Betroffene sofort jemanden zur Hand der weiß, wer es gewesen ist. Martin Rösler, Leiter der Bedrohungsforschung bei Trend Micro, sieht das anders: Schuldige eindeutig zu identifizieren ist seiner Erfahrung nach mit Mitteln der IT nur selten möglich.

Russische Trolle (Grafik: silicon.de mit Material von Shutterstock)

BND findet keine Beweise für Fake-News und hält Untersuchungsbericht zurück

“Wir hätten gerne die gelbe Karte gezogen”, zitiert die SZ einen Sicherheitsexperten. Angesichts fehlender Beweise sei die Veröffentlichung des 50-seitigen Geheimdienstpapiers aber nun nicht sinnvoll. In Frankreich formiert sich im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Kampf gegen Falschmeldungen ein breites Bündnis, dem auch Facebook und Google angehören.

Social Media (Bild: Shutterstock)

Fake-News: Bitkom fordert mehr Medienkompetenz statt mehr Gesetze

Der Verband warnt vor Schnellschüssen bei der Regulierung. Er mahnt an, dass rechtsstaatliche Prinzipien und “das hohe Gut der Meinungsfreiheit” nicht unter die Räder kommen dürften. Mit einer Umfrage, deren Ergebnisse nahelegen, dass die Bedeutung sozialer Netzwerke als Informationsquelle überschätzt wird, untermauert der Bitkom seine Argumentation.

Roboter (Bild: Shutetrstock)

Dänemark will einen Digitalbotschafter ernennen

Es wäre das erste Land, das diesen Schritt unternimmt. Außenminister Anders Samuelsen begründet die Pläne damit, dass Firmen wie Google, Apple und Microsoft wirtschaftlich stärker sind und den Alltag der Dänen stärker beeinflussen als Länder, in denen Dänemark eine klassische Botschaft unterhält.

Statistiken 2016 (Grafik: Shutterstock)

Das IT-Jahr 2016 in Zahlen

Hat der Smartphone-Boom 2016 seinen Zenit überschritten? Sind Fake-News ein echtes oder ein Fake-Problem? Ist nur mein Internetzugang so langsam und warum antwortet die nette Maus aus Dresden, die ich im ICE kennengelernt habe, nur so zögerlich bei WhatsApp? Der silicon.de-Jahresrückblick beantwortet diese und viele weitere Fragen.

Security without Borders (grafik: Security without Borders)

Hilfsorganisation “Security without Borders” gegründet

Sie wurde von dem auch für Amnesty International tätigen Claudio Guarnieri auf dem 33. Chaos Communication Congress (33C3) in Hamburg vorgestellt. Über die Organisation bieten Hacker und IT-Security-Spezialisten Menschenrechtlern, Journalisten und Nichtregierungsorgansiationen mit Cyber-Security-Problemen ihre Unterstützung an.

Suche (Bild: Shutterstock)

Google kämpft gegen unliebsame Top-Suchergebnisse

Auf eine durch Artikel im britischen Guardian ausgelöste Diskussion über Spitzenpositionen für unangemessene Suchergebnisse bei brisanten Themen hat Google mit einer Änderung seines Algorithmus reagiert. Experten bezweifeln, ob das der richtige Weg ist und verteidigen Google gegen die Vorwürfe.

Thomas de Maizière (Bild: BPA/Jesco Denzel)

… nichts als die Wahrheit, so wahr mir de Maizière helfe

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) denkt darüber nach, ein “Abwehrzentrum gegen Desinformation” einzurichten. Das berichtet der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Mit der Maßnahme soll das Phänomen der sogenannten Fake-News bekämpft werden.

Bundeskriminalamt (Grafik: BKA)

Angriff auf BKA-Portal nach Anschlag in Berlin

Das neu eingerichtete Hinweisportal des Bundeskriminalamtes soll als zentrale Anlaufstelle für Personen dienen, die von einer Tat oder im Umfeld einer Tat Fotos oder Videos erstellt haben, die den Ermittlern helfen könnten. Nach dem Anschlag auf dem Breitscheidplatz in Berlin wurde das Portal aber offenbar gezielt und professionell lahmgelegt.

Muster des neuen Personalausweises (Bild: BMI)

Personalausweis: Opt-out für Online-Funktion geplant

Das geht aus einem vom Kabinett beschlossenen Gesetzesentwurf hervor. Die Regelung soll offenbar für neu ausgestellte Personalausweise gelten. Bereits ausgegebene Ausweisdokumente soll sie nicht erfassen, wie Spiegel Online berichtet.

Twitter (Bild: Shutterstock/Ivelin Radkov)

Studie: Trolle töten Twitter

Sozialforscher der Universität Mannheim haben eine schon länger vermutete Tatsache empirisch belegt: Bei Twitter aktive Politiker nutzen den Dienst vor allem für Verlautbarungen und meiden Diskussionen. Schuld daran sind der Studie zufolge die viel zu aktiven und aggressiven Trolle.

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den Medientagen München 2016 (Bild: Medientage München)

Webkonzerne: Merkel und Maas mahnen zu mehr Mitarbeit

Die Kanzlerin sprach sich dafür aus, “dass Algorithmen transparent sein müssen”. Bundesjustizminister Heiko Maas bekräftigte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass er an der für das effizientere Vorgehen gegen illegale Hass-Botschaften gesetzten Frist festhalten will.

Schweiz (Bild: silicon.de)

Schweizer erteilen Agenten des Nachrichtendienstes Lizenz zum Hacken

Das Bundesgesetz über den Nachrichtendienst wurde mit 66,5 Prozent der abgegeben Stimmen angenommen. Befürworter sehen es als unerlässliches Instrument im Kampf gegen Terrorismus, Wirtschaftsspionage und Cyberkriminalität. Gegner kritisierten es als ersten Schritt hin zu einer unkontrollierten, präventiven Massenüberwachung.

Urheberrecht für Online-Angebote (Bild: Shutterstock /KitchBain)

EU legt Pläne zur Überarbeitung des Urheberrechts vor

Erklärtes Ziel ist es, das Urheberrecht damit an die durch das Internet veränderten Rahmenbedingungen anzupassen. Nach Ansicht von Bitkom und Eco wird das allerdings deutlich verpasst: Sie kritisieren den vorgelegten Entwurf als innovationsfeindlich und als “Irrweg”. Nur die Verleger freuen sich: Sie sollen Filmproduzenten und Herstellern von Tonträgern gleichgestellt werden.

Internetzensur (Bild: Shutterstock / Matthias-Pahl)

Iran: Intranet statt Internet

Bei seinem Vorhaben, das Internet durch ein landesweites Intranet zu ersetzen, hat das land jetzt die erste von drei Phasen abgeschlossen. Die Regierung bewirbt es als ein besonders schnelles, günstiges und sicheres Netz. Menschenrechtler kritisieren es als Versuch, die Bevölkerung stärker zu gängeln und den Zugriff auf unabhängige Informationen zu erschweren.