Interview: “IT-Manager haben Angst vor Kontrolle”

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Susanne Schinz, Managing Director Central Europe bei Touchpaper, spricht über die Angst mancher IT-Manger vor Auswertungen sowie darüber, wie die IT-Abteilung ihren Beitrag zum Geschäftserfolg besser darstellen kann.

silicon.de: Was bringt Touchpaper zur CeBIT auf den Markt?

Schinz: Wir stellen die Version 7.2.3 der ‘IT Business Management Suite’ vor. Wir verfolgen künftig die Strategie, vorkonfigurierte Prozesspakete zu schnüren, die den Kunden den Einsatz unserer Lösung erleichtern sollen.

Neu ist ein Prozesspaket für die Personalabteilung. Damit können Prozesse automatisiert werden, die immer wieder ablaufen – etwa wenn ein neuer Mitarbeiter anfängt. Zum Beispiel: Der Mitarbeiter braucht einen Schreibtisch, einen PC, einen Zugang zum Firmennetz – diese ganzen Sachen. Die Version 7.2.3 enthält zudem ein Dashboard, mit dem die Workloads grafisch dargestellt werden.

Neu ist auch das Modul ‘Open Touch’. Damit haben wir eine bestehende API grafisch aufbereitet und einfacher nutzbar gemacht. Die Kunden können das Modul ohne Programmierkenntnisse nutzen, um unsere Lösung an im Unternehmen etablierte Applikationen anzubinden – etwa an Systeme für das Management des Netzwerks oder für die Warenwirtschaft. Der Kunde entscheidet dabei selbst, wie die Interaktionen mit Lösungen von SAP, Oracle oder BMC aussehen.

silicon.de: Sind weitere Prozesspakete zu erwarten?

Schinz: Auf jeden Fall. Unsere Suite ist ein Prozess-gesteuertes Tool, mit dem man alle Geschäftsprozesse darstellen kann. Unsere Kunden fragen zum Beispiel oft danach, wie sie die Beschaffung abbilden können. Auch dafür werden wir ein Modul anbieten, wahrscheinlich mit der Version 7.2.4.

silicon.de: Kann ein Kunde auch selbst Prozesse abbilden?

Schinz: Natürlich. Wir liefern einen Prozess-Designer mit, mit dem der Anwender selbst Prozesse bauen kann. Das ist natürlich mit einem gewissen Aufwand verbunden, etwa für Schulungen. Daher wollen wir die Kunden unterstützen, indem wir die Prozesspakete anbieten, die sich ja bereits an Best Practices orientieren.

silicon.de: Was halten Sie von der CeBIT? Manche Unternehmen sagen, wir machen lieber eine eigene Kundenveranstaltung …

Schinz: Das ist eine Frage, die wir uns jedes Jahr neu stellen. Wir haben uns auch dieses Jahr dafür entschieden, auf die CeBIT zu gehen. Für uns ist die Messe eine Möglichkeit, die Bestandskunden zu treffen und neue Interessenten anzusprechen. Wir leisten auch eine recht große Vorarbeit und laden zum Beispiel die Kunden auf den Messestand ein.

silicon.de: Wir hier in München sehen ja, wie die Systems immer mehr schrumpft …

Schinz: Diesen Eindruck kann ich nicht ganz teilen. Wir waren im Umfeld der letzten Systems sehr erfolgreich und konnten zwei große Abschlüsse verzeichnen.