Microsoft herzt den Pinguin

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Microsoft ist der Open Source Business Foundation e.V. (OSBF) beigetreten. Die Foundation hat ihre Zentrale in Nürnberg und zählt mehr als 120 Mitglieder – Firmen ebenso wie wissenschaftliche Institutionen und öffentliche Einrichtungen.

Nun also hat Ballmer auch die OSBF unterwandert. Die Foundation ist Ende 2007 aus ihrer Vorgängerorganisation, dem 2006 gegründeten Linux Business Campus Nürnberg e.V., hervorgegangen. Mit dem Beitritt ist Andreas Hartl, Direktor Plattform Strategie der Microsoft Deutschland GmbH, in den OSBF-Vorstand aufgenommen worden. Andreas Hartl wird sich nicht nur im Vorstand des Open-Source-Netzwerks engagieren, sondern auch die OSBF Projektgruppe ‘Interoperability’ koordinieren.

“Der Beitritt zur Open Source Business Foundation ist für uns ein konsequenter Schritt im Rahmen der Open-Source-Strategie von Microsoft. Es geht dabei nicht nur um die Ermöglichung von Datenaustausch auf Basis technischer Schnittstellen, sondern auch darum, neue Verbindungen mit Partnern aus dem Open-Source-Umfeld einzugehen und bestehende Kooperationen weiter voranzutreiben”, so Hartl. “Gerade das Thema Interoperabilität spielt dabei eine wichtige Rolle – als entscheidendes Kriterium für Anwender wird es mehr und mehr zum Maßstab bei der Implementierung von IT-Umgebungen. Die Mitgliedschaft bei der OSBF ermöglicht Microsoft jetzt eine breite Vernetzung und eine aktive Zusammenarbeit mit der Open Source Community.” Von dieser Zusammenarbeit, davon ist Andreas Hartl überzeugt, profitierten alle OSBF-Mitglieder.

Vorstandsvorsitzender der OSBF ist Richard Seibt, ehemaliger Suse-CEO, Novell-Europachef und umtriebiger Open-Source-Aktivist. Er betrachtet beide Seiten als Gewinner: “Mit Microsoft haben wir ein wichtiges Mitglied gewinnen können, von dem alle Beteiligten profitieren können.”

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