Interview: “Unified Communications ist die Zukunft”

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Siemens Enterprise Communications (SEN) und Fujitsu Siemens Computers (FSC) haben eine Vertriebsallianz auf dem Gebiet Unified Communications abgeschlossen. silicon.de befragte dazu Rainer-Christian Koppitz, den Leiter für Deutschland bei SEN.

silicon.de: Das Thema Unified Communication ist momentan in aller Munde. Was bedeutet das für Unternehmen und ihre Kommunikationsinfrastruktur – müssen sie sich aufgrund wachsenden Kommunikationsvolumens auf dieses Thema einlassen? Und wie hoch schätzen Sie die Bereitschaft des Mittelstands ein, auf VoIP umzusteigen?

Koppitz: Firmen, die heute schon die Vorteile von Unified Communications nutzen, erreichen einen signifikanten Mehrwert und sparen Geld durch gesteigerte Produktivität. Einerseits eröffnen uns die neuen Kommunikationsmittel ganz neue Möglichkeiten. Andererseits macht der Umgang mit der steigenden Zahl von Kommunikationskanälen wie E-Mail, Telefon, Handy, Messaging oder Conferencing Probleme im Arbeitsalltag. Diese lassen sich nur mit einer Vereinheitlichung und Präsenz-Funktionen in den Griff bekommen. An UC führt also kein Weg vorbei. Dies gilt vor allem in weltweit agierenden Firmen, die längst über geografische Grenzen hinweg arbeiten.

So ergab eine von der kanadischen Firma Insignia Research im Auftrag von Siemens Enterprise Communications durchgeführte Studie, dass Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern, die weiterhin herkömmliche, fragmentierte Kommunikationslösungen statt moderner Unified Communications betreiben, durch Produktionseinbußen und vermeidbare Ausgaben unter Umständen mehr als 13 Millionen Dollar im Jahr verlieren.

Das gilt zunehmend auch für den Mittelstand. Auch KMUs müssen sich im globalen Wettbewerb behaupten. Für die kleineren Firmen bieten sich einfach zu implementierende, vorinstallierte Lösungen wie unsere HiPath OpenOffice an. So können auch KMUs die Vorteile von Unified Communications nutzen und zahlen dafür einen erschwinglichen Preis pro Nutzer.

silicon.de: Wie hoch ist Ihrer Meinung nach der Wissenstand der Mitarbeiter über Unified Communications in Unternehmen? Denken Sie, dass zu diesem Themengebiet noch viel Informationsbedarf besteht?

Koppitz: Mit Unified Communications wird die Kommunikation eine Aufgabe der IT-Abteilungen. Für große Lösungen mit anspruchsvollen Anwendungen reicht der Wissenstand der eigenen Mitarbeiter in der Regel zumindest zu Anfang nicht aus. Deshalb sind ja auch Managed Services so wichtig.

Was die Anwender betrifft, müssen die Benutzeroberflächen von vornherein so bedienerfreundlich und selbsterklärend wie möglich gestaltet sein. Wird es zu kompliziert oder sind gar umfangreiche Schulungen erforderlich, ist Unified Communications und die damit verbundene Umstellung der Art und Weise zu kommunizieren zum Scheitern verurteilt.

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