Fujitsu Siemens steht vor grundlegendem Wandel

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On-Demand-Storage und -Computing, geringe Margen im Consumer-Segment, Ökobilanzen – das Augsburger Unternehmen muss sich ganz neuen Herausforderungen stellen. silicon.de sprach mit dem deutschen Geschäftsführer Hans-Dieter Wysuwa.

silicon.de: Mit dem Erstarken von SOD erwächst Ihnen ganz neue Konkurrenz, sowohl Herr Bischoff als auch Ihr CTO Herr Reger haben das in Keynotes zur Sprache gebracht. Der ehemalige Buchhändler Amazon tritt als Software-Service-Anbieter auf. Er bietet Speicherplatz zu unschlagbar günstigen Preisen. Teilen Sie diese Sorgen?

Wysuwa: Ja, es gibt immer wieder neue Herausforderungen, es gibt immer neue Wettbewerber. Deren Angebot ist vielen Kunden aber nicht gut genug. Und für die sind wir da.
Für das Thema der Spezialisierung stehen wir als Service Partner Gewehr bei Fuß.

silicon.de: Sie wischen das etwas sehr leicht weg. Tatsache ist, dass Desktop Virtualisierung und Thin Clients einerseits, Software Service andererseits die aktuellen Geschäftsmodelle von Server-Herstellern in Frage stellen. Es werden nicht mehr so viele Kisten in Unternehmen gebraucht. Fujitsu Siemens muss darauf reagieren. Haben Sie da einen Masterplan für die Zukunft?

Wysuwa: Wenn man einen Plan fasst, dann ist er meistens schon wieder veraltet. Es gibt beispielsweise einen klaren Trend hin zu den Mobile Workern, die davon weniger betroffen sein werden. Ich glaube, dass die Zukunft der intelligenten Arbeit viel verteilter sein wird als heute. Die Arbeit wird wieder dahin gehen, wo die Menschen wohnen. Auch hier spielt die Energie eine Rolle, die Kosten des Reisens und die Umweltverträglichkeit. Aber Vorhersagen sind sehr spekulativ, weil der Markt und die Zielgruppen heute viel dynamischer sind.

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