“Freie Bahn für Spams”

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Der IT-Sicherheitsspezialist McAfee veröffentlichte jetzt die Ergebnisse seines Feldversuchs S.P.A.M. (Spammed Persistently All Month). Dreißig Tage lang haben sich die fünfzig Teilnehmer aus zehn Ländern ohne Spamschutz durch das Internet bewegt.

Als Aufhänger dienen den Webgangstern in erster Linie Geldthemen, allen voran unerbetene Kreditzusagen oder -kartenangebote. Hier wird offenbar versucht, aus der angespannten Finanzlage vieler Haushalte und der weltweiten Geldmarktkrise Kapital zu schlagen.

Immer wieder fallen leichtgläubige Zeitgenossen auf E-Mails der altbekannten “Nigeria-Connection” herein. In einer Variante behauptet ein angeblich nigerianischer Absender, der Adressat habe einen verschollenen Verwandten beerbt. Bevor das Vermögen übertragen werde, müsse er die Verfahrenskosten bezahlen. Am häufigsten hatten es die Täter auf Netznutzer in Großbritannien abgesehen: 23 Prozent der während des Experiments gezählten Nigeria-Mails gingen an sie.

Stark im Kommen sind seit etwa fünf Jahren die Versuche, E-Mail-Empfänger mit emotional ansprechenden Botschaften zur Herausgabe vertraulicher Daten zu bewegen. Die im Rahmen von S.P.A.M ausgewerteten Beispiele dieses so genannten “Social Engineering” zeugten von beachtlichem Einfallsreichtum und psychologischem Gespür.

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