Microsoft will den Übercomputer bauen

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Der Softwareriese gab im Rahmen der letzten Supercomputer Conference in Dresden bekannt, dass das US-amerikanische ‘National Center for Supercomputing Applications’ (NCSA) Microsofts ‘Windows HPC Server 2008’ für seinen Supercomputer mit 68,5 TeraFlops an der Universität von Illinois in Urbana-Champaign einsetzt.

silicon.de: Wo sehen Sie den Microsoft HPC-Bereich in einem Jahr?

Dreyer: Das lässt sich heute nicht sagen. Wie extrem schnell die Entwicklung ist, zeigt der Riesen-Schritt von IBMs Petaflop-Rechnern. Wir arbeiten auch an einigen Projekten im Petaflop-Bereich, die in der November- oder der nächsten Juni-Liste erscheinen werden, und möchten natürlich immer mehr Kunden in die Liste hineinbringen.

silicon.de: Man sagt ja auch, dass die Top500-Liste der leistungsstärksten Supercomputer eine Art Marketingtool sei. Wie stehen Sie dazu?

Dreyer: Ab einem gewissen Platz oder einer gewissen Performance relativiert sich das. Dann handelt es sich um sehr spezielle Rechner, die von außen nicht zugänglich sind. Für Unternehmen ist dies relativ uninteressant.

silicon.de: Wie stellt Microsoft sich die Preisgestaltung für den Windows HPC Server 2008 vor?

Dreyer: Bei den Kosten für eine HPC-Lösung ist der Anteil des Betriebssystems minimal und bewegt sich im einstelligen Prozentbereich. Hardware, Applikationen und Consulting machen den überwiegenden Teil aus. Einen herausgelösten Preis für das Betriebssystem zu nennen, bringt daher nicht viel.

silicon.de: Ist die Entwicklung eines weiteren HPC-Betriebssystems geplant?

Dreyer: Die Entwicklung des HPC Servers wird immer konform laufen mit Windows Server. Das heißt, nach Veröffentlichung einer neuen Server-Version wird in einem Zeitraum von 120 bis 180 Tagen ein neues HPC-Produkt erscheinen. Die finale Version des HPC Servers 2008 kommt im Spätherbst. Erst danach werden wir uns wieder mit einer neuen Version beschäftigen.

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