Outsourcing-Modelle zwischen Kostendenken und Flexibilität

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Vielfalt im Outsourcing-Markt nimmt zu und wird von Anwendern geschätzt. Neue Outsourcing-Varianten bringen auch neue Wettbewerber auf den Plan und sorgen in Deutschland für stetiges Wachstum. Immer häufiger sind zudem flexible Verträge mit kurzen Laufzeiten anzutreffen.

Bei den On-Demand-Varianten erscheinen jetzt unter dem Schlagwort ‘Software as a Services’ (SaaS) ISVs und Consumer Brands wie Google und Amazon in der Wettbewerbsarena. Teils mit massiven Investitionsmitteln in die IT-Infrastruktur versuchen diese, ihre Applikationslandschaften in ein ‘Mietmodell’ zu überführen. Teilweise treten ISV aber auch im Schulterschluß mit Service Providern oder auf Marktplätzen auf, die die notwendigen Infrastruktur-Services im SaaS-Modell erbringen. Das hat zur Folge, dass sich auch neue Wettbewerbs- und Wertschöpfungsketten bilden und somit das Bild des Marktes neu prägen wie auch verändern.

Das Business Process Outsourcing, die Auslagerung ganzer Geschäftsprozesse, wird schon seit Jahren neben klassischen Outsourcern von den Branchen- sowie Prozessspezialisten beherrscht. Dieser Markt wird immer interessanter, zumal in manchen Branchen wie etwa der Automobilindustrie das Thema Verringerung der Wertschöpfungstiefe generell ein großes Thema ist. Zwar noch auf geringer Basis wird dieser Markt auch weiterhin zweistellig wachsen.

Deutscher Outsourcingmarkt wächst um mehr als 8 Prozent p.a.

Der deutsche Outsourcing-Markt beläuft sich nach Einschätzung der Experton Group im Jahr 2008 auf 15,6 Milliarden Euro. Mit einem CAGR von 8,2 Prozent ist im Jahr 2010 mit einem Outsourcing-Markt von 18,2 Milliarden Euro zu rechnen. “Der deutsche Outsourcing-Markt dürfte sich mittelfristig als sehr robust erweisen. Die Zahl der veröffentlichten deutschen Deals und der Verträge mit deutscher Beteiligung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen. Die Renewalrate ist weiterhin hoch und Neugeschäft ist deutlich sichtbar”, erläutert Andreas Burau, Research Director bei der Experton Group die Entwicklung.

Der überwiegende Teil des Marktvolumens entfällt mit etwa 70 Prozent auf das Auslagern von Infrastrukturkomponenten. Dieses Segment wird auch weiterhin den Markt dominieren. Der Markt für das Auslagern von Applikationen beläuft sich im Jahr 2008 auf 3,47 Milliarden Euro und repräsentiert einen Marktanteil von etwa 22 Prozent am deutschen Outsourcing-Markt. Dieser Anteil wird sich in den kommenden drei bis vier Jahren nur leicht verändern. Der Markt für das Auslagern von Geschäftsprozessen wächst signifikant stärker als die Segmente Infrastruktur und Applikationen. Allerdings ist der absolute Markt mit etwa 1 Milliarde Euro im Jahr 2008 deutlich geringer als die Märkte für das Auslagern von Infrastruktur beziehungsweise von Applikationen.

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