Mieses Karma: Chinas IT am Ende?

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Showdown Olympia: Zerbricht Chinas aufblühende Rolle in der IT-Industrie an der Großen Firewall? Das rote Regime tut derzeit jedenfalls alles erdenkliche dafür. Offshoring ins Reich der Mitte beispielsweise wird zunehmend uninteressant.

Aufgrund der aktuellen politischen Großwetterlage dürfte sich das ohnehin kritische deutsche Stimmungsbarometer auch weiterhin vor allem auf die Nearshoring-Märkte in Richtung Osteuropa oder die baltischen Länder richten. Gerade für Mittelständler scheint dies ohnehin die bevorzugte Option zu sein. Die passende diplomatische Formulierung liest sich wohl so: Solange in China die rechtlichen, sprachlichen und kulturellen Barrieren zu hoch sind, stellt auch Indien auf ungewisse Zeit noch die bessere Wahl dar.

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Zumindest derzeit erscheint der Tiger weit stabiler als der Drache, obwohl sich auch dort politische Unwägbarkeiten, sprich soziale Unruhen, nicht völlig ausschließen lassen. Jedes Kastensystem erhöht das Risiko eines unbemerkten Remote Managements. Deshalb nur eines: Das derzeitige Olympia-Szenario eignet sich für Unternehmen gleich welcher Größenordnung als lebendiges Schaufenster, aus dem nicht nur die Verantwortlichen in der IT-Sicherheit lernen können.

Der aktuelle Branchentrend zeigt indes, dass sich das große heterogene Reich der Mitte trotz seiner politischen Turbulenzen jenseits von “Low Cost Bereichen” in der modernen IT-Welt etablieren wird. Noch aber fehlt es an einer ausgereiften Infrastruktur und versiertem Fachpersonal. Zu schaffen machen den Unternehmen auch weiterhin sprachliche und kulturelle Barrieren.

In den Bereichen Software und Business Process Outsourcing (BPO) hat sich das Reich der Mitte aber schon heute eine gute Reputation erarbeitet. China wird in diesen expandierenden Märkten aufholen, wann immer neue Firmen entstehen, und auch die notwendigen Sprachkenntnisse, das kulturelle Verständnis und der entsprechende Rechtsrahmen stimmen, um ein attraktives Umfeld für diese “White Collar”-Branchen zu bieten.

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