Analystenlob für Microsofts Kaufrausch

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Die Analysten von Ovum betrachten Microsoft mit einer gewissen Sorge. Zukäufe von Konzernen im Werbefachmarkt sind demnach “out”; “in” ist es, sich Technologien anzuschaffen, die echten Wettbewerbswert haben. Der Konzern scheint auf die Analysten gehört zu haben und leistete sich jetzt kleine, feine Technik aus Europa.

Lob erhielt der Konzern schließlich für die kleinen Zukäufe, die neben den großen Deals her gelaufen waren: DeepMetrix (Mai 2006), der französische Mobile-Werbespezialist Screen Tonic (May 2007), AdECN (Juli 2007) oder der Online-Mappingdienst Multimap (Dezember 2007). “Der Zukauf von Ciao fällt in diese Kategorie.”

Diese kleinen Akquisitionen, deren Sinn sich nicht auf den ersten Blick erschließt, die bestenfalls opportunistisch wirken, sind seiner Ansicht nach die interessanten Schritte in dem Bereich für den Konzern. Die Technologie der kleinen Tochterfirma, die mit Greenfields ins Haus kommt, wurde von Eden Zoller als hochinteressant bezeichnet. Sie werde das Portfolio verbessern und innerhalb der Live-Welt von Microsoft ihre Stärken ausspielen. Das hält er für einen guten Schachzug.

Auf diese Weise könne der Live-Service wesentlich schneller Schwung entwickeln. Dabei fließen die Online-Community und die Händlerlisten neben der reinen Plattform mit ein und bereichern den Service. Gerade im aktuellen Wirtschaftsklima rechnet der Analyst damit, dass solche Preisvergleichsseiten wie Ciao sich prächtig entwickeln werden. Die Möglichkeit, dass nun auch das MSN-Netzwerk vielleicht bald durch Preisvergleich und Werbeeinnahmen wächst, wäre ihm zufolge ebenfalls eine gute Sache für Redmond.

Microsoft war bislang mit dem Versuch gescheitert, den Konkurrenten Yahoo für über 45 Milliarden Dollar zu kaufen, um im Suchmaschinengeschäft eine führende Position zu erobern. Die Ciao GmbH ist ein größerer Anbieter für Verbraucher- und Preisvergleichsportale in Europa.

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