“Open Source BI gegen Unterversorgte und Zuvielzahler”

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JasperSoft ist einer der wenigen Anbieter, die eine quelloffene Lösung für Business Intelligence (BI) bereit halten. Was das dem Anwender bringt, und warum sich das vergleichsweise kleine Unternehmen zwischen BI-Giganten wie Business Objects oder Cognos trotzdem wohlfühlt, erklärt CEO Brian Gentile im silicon.de-Interview.

silicon.de: Wie werten Sie die Konsolidierungsphase, die derzeit am BI-Markt stattfindet?

Brian Gentile: Ich muss sagen, dass viele der Übernahmen in der Vergangenheit uns genutzt haben. Große Unternehmen haben ihren eigenen Zeitplan. Nun wird sich sicherlich zeigen, dass Cognos sicherlich immer weiter in WebSphere und damit in die strategische Software von IBM integriert werden wird. Die wenigsten großen Anwender jedoch kaufen lediglich bei einem Anbieter. Man hat Oracle, man hat SAP, vielleicht hat man noch eine DB2 oder ein bisschen Websphere. Aber Anwender sind meist von sich aus heterogen. Daher wird es immer mehr zur Herausforderung werden, für IBM aber auch für die anderen großen, ihren Kundenstamm auszubauen. Wir als unabhängiges Unternehmen können uns aber um alle diese Umgebungen gleichermaßen kümmern. Zudem haben wir ja viele Kunden aus dem Bereich Software und Technologie und darunter sind auch viele Konkurrenten von SAP, Oracle oder IBM. Und man wird vermutlich nicht auf das BI-Tool aus dem Hause eines Konkurrenten zugreifen wollen. Zudem bringen diese ganz großen Anbieter nach wie vor kaum Verständnis für die Anforderungen des Midmarkets mit und können daher auch nicht so schnell auf neue Anforderungen reagieren. Wir müssen eben klein, und leicht und flexibel und vor allem bezahlbar sein. Damit werden wir immer in einer guten Position sein.

silicon.de: Sie wollen also gar nicht die ganz großen Anwender als Kunden?

Brian Gentile: Um ehrlich zu sein, ein Unternehmen, das alle Funktionalitäten einer Business Objects braucht, ist für uns kein Kunde. Wir werden hier nicht gegen 20 Jahre Software-Entwicklung ankommen. Wenn aber eine bestimmte Abteilung eine spezielle Lösung braucht, dann sind wir wieder im Geschäft. Wir kommen eben als Ergänzung mit. Denn BO, Cognos oder Hyperion, können hier oft nicht die geeigneten Tools anbieten. Damit wären wir wieder bei den Unterversorgten und Zuvielzahlern.

silicon.de: Wir danken für das Gespräch.

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