Apple langweilt zum Abschied

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Kein neues iPhone, kein neuer iPod, kein neuer Mac – und das alle ohne Steve Jobs. Apples Abschied von der Macworld war, vorsichtig formuliert, unspektakulär. Bedeutend nur diese beide Nachrichten: Apple schafft den Kopierschutz komplett ab und bringt ein neues Edel-Notebook auf den Markt.

Zuvor hatte Schiller – in Anlehnung an die legendären Auftritte von Steve Jobs – bereits “eine weitere Sache” angekündigt. Bei dem “one more thing” handelte es sich um ein neues MacBook-Pro-Notebook mit großem 17-Zoll-Display. Es ist Schiller zufolge das leichteste und dünnste Notebook seiner Klasse. Die Auflösung des Monitors erlaubt es, Filme in hoher Qualität anzusehen. Der Akku soll acht Stunden halten, so dass Apple mit dem neuen Gerät seine Notebook-Palette nach oben abrundet – zum Preis von 2800 Dollar.

Ansonsten präsentierte Ersatzmann Schiller eine Reihe von Software-Updates. Dazu gehört eine neue Version von iLife, die in der Version 09 nun mit iPhoto 09, iMovie 09, GarageBand 09 ausgeliefert wird, aber nur unter Leopard funktioniert.

Auch das Büro-Paket iWork erhält ein Update – es ist ab sofort erhältlich. Käufer haben Zugang zu dem neuen, internetbasierten Dienst iWork.com. Er macht es ähnlich wie Google Docs möglich, online Dokumente zu speichern und gemeinsam mit anderen zu bearbeiten. Das Angebot startet zunächst in einer kostenlosen Beta-Version, wird aber künftig kostenpflichtig sein.

Alles in allem sorgte Schillers Keynote für lange Gesichter in der Apple-Fangemeinde. Der erhoffe Paukenschlag zum Abschied von der Macworld blieb aus. Viele hatten auf ein kleines iPhone spekuliert, auf neue Macmini-Computer oder gar auf einen Überraschungsauftritt von Steve Jobs. Nichts davon trat ein und Schiller brachte den Funken nicht zum überspringen. Wohl vor allem auch deshalb weil er keine wirkliche Überraschung im Gepäck hatte. Am Ende war der Applaus der Apple-Jünger verhalten.

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