Bitkom gegen EU-Preisdiktat bei Handy-Gesprächen im Ausland

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Die Preise für das Telefonieren im Ausland sind in den letzten Jahren stark gesunken. Dazu haben spezielle Reise-Angebote vieler Netzbetreiber und eine EU-Regelung beigetragen. Abgehende Anrufe im Ausland dürfen aktuell höchstens 55 Cent pro Minute inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer kosten, ankommende Gespräche maximal 26 Cent. Voraussichtlich ab dem 1. Juli 2009 gelten noch niedrigere Preisgrenzen: Dann dürfen abgehende Anrufe maximal 51 Cent kosten, ankommende Gespräche bis zu 23 Cent inklusive Mehrwertsteuer.

3. Alternativen prüfen

Eine Alternative für Langzeit-Urlauber können ausländische Prepaid-Karten sein – oder Mobilfunkkarten spezieller Reise-Discount-Anbieter. Nachteil: Bei diesen Karten bekommt man eine neue Nummer, die man Freunden und Bekannten erst mitteilen muss. Auch sind manche deutsche Prepaid-Handys für Karten anderer Anbieter gesperrt. Weniger komfortabel als das eigene Handy, aber günstig sind auch so genannte Calling Cards. Dabei kaufen Reisende ein Guthaben, das sie etwa von öffentlichen Telefonzellen aus nutzen können. Und wer im Hotel einen drahtlosen Internet-Zugang hat, kann eventuell gratis über einen mitgebrachten Laptop telefonieren.

4. Technische Voraussetzungen klären

In 220 Ländern gibt es Mobilfunknetze nach dem europäischen GSM-Standard. Die hier verbreiteten Dualband-Handys funktionieren daher auch in Asien, Afrika, Australien und auf den pazifischen Inseln. Einschränkungen gibt es in Japan, Südkorea, Nord- und Südamerika sowie auf einigen Karibik-Inseln. Dort gibt es teils andere Frequenzen oder Mobilfunk-Standards. Am besten die Hotline fragen, ob sich das eigene Handy am Reiseziel ins Netz einbucht. Falls nicht: Manche Anbieter vermieten geeignete Telefone für Urlaub oder Geschäftsreise. Falls ohnehin ein Handy-Kauf ansteht, ist für Amerika-Reisende ein Tri- oder Quadband-Gerät die erste Wahl. Das funktioniert in den USA und Kanada – zumindest dort, wo ein GSM-Netz vorhanden ist. Mit modernen UMTS-Handys lässt sich zusätzlich auch in Japan und Korea telefonieren. Informationen zur Netzabdeckung und ausländischen Anbietern gibt es hier.

5. Nummern im internationalen Format speichern

Im Handy-Adressbuch werden Telefonnummern am besten im internationalen Format gespeichert. Das ‘+’ ersetzt dabei die aus dem Festnetz gewohnte 00 für Auslandsgespräche. Es lässt sich bei allen Mobiltelefonen durch längeres Drücken der ‘0’ eingeben. Dann folgt der Länder-Code. Deutsche Anschlüsse beginnen zum Beispiel mit +49. Anschließend werden die Ortsvorwahl ohne 0 und die Rufnummer eingegeben. So lassen sich die Nummern auch vom Ausland aus problemlos anrufen.

Auch eine gute Nachricht: Der Notruf 112 funktioniert mit allen Handys innerhalb der EU und in der Schweiz.

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