“Web-2.0-Lösungen richtig testen”

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40 Prozent der Unternehmensapplikationen sind browserbasiert, so Stéphane Jammet, Vice President Sales und Marketing bei Neotys, in einem Gastbeitrag für silicon.de. Neotys stellt Software für das Testen von Web-Anwendungen her. Jammet gibt Tipps dafür, wie Last- und Stresstests von Web-2.0-Lösungen richtig durchgeführt werden.

Für ein aussagekräftiges Testverfahren sollte nicht nur die Zahl der virtuellen Nutzer dem erwarteten Aufkommen entsprechen, sondern auch das wahrscheinliche User-Verhalten berücksichtigt werden. Wichtig ist auch die Zeit, die im Durchschnitt zwischen den einzelnen Anfragen vergeht.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, für das Testverfahren verschiedene Nutzer- und Nutzungsprofile zu verwenden: Hierbei werden zum Beispiel die Wahl des Browsers, die unterschiedlichen Zugangsrechte (Gast, registrierter Nutzer oder Systemadministrator), der jeweilige Benutzerstatus (Datenbankzugang, Up- und Download-Freigaben) oder spezifische User-Gewohnheiten wie das gleichzeitige Öffnen mehrerer Applikationen als relevante Faktoren herangezogen. Bei der Testauswertung ist neben den Antwortzeiten auch die CPU- und Speicher-Auslastung des Servers wichtiges Indiz für die Stabilität eines Systems.

Entscheidend ist es, eine Test-Sequenz nicht unmittelbar im Kaltstart von ‘0 auf 100’ zu beginnen. Ein solches Szenario ist nicht nur unrealistisch, es kann auch zu Crashes führen, die nichts über die tatsächliche Anfälligkeit der IT-Infrastruktur aussagen.

Im Rahmen einer ‘Start-up Policy’ sollten Server und System aufgewärmt werden, damit die Verbindungen und Ausführungsstränge durch korrekt aufgebaute Zuteilungen in ihren vollen Potenzialen zur Verfügung stehen. Testläufe sollten generell über eine längere Zeitspanne hinweg vorgenommen werden, damit “Ausreißer” und zufällige Abweichungen nicht als Regel fehlinterpretiert werden.

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