Intels Konzepte für die Welt von morgen

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Auf seinem diesjährigen “Research@Intel Day” gewährte der Technologieriese einen Einblick in die Technik der Zukunft. Präsentiert wurden etwa 40 Projekte zu Themen wie Stromsparen, 3D-Internet und Internet-Infrastruktur.

Auch die Zukunft des Internet sieht Intel in einem ganz igenem Licht. Die Forscher in den Labs glauben nämlich, dass mit dem Siegeszug der Multicore-Prozessoren auch das Parallel-Computing stark an Bedeutung gewinnen wird. Dadurch werde in Zukunft ein Internet möglich, das viel mehr auf 3D-Grafik als auf reinem Text basiert und so wesentlich attraktiveres Surfen mit ultra-realistischen 3D-Visualisierungen und natürlicheren Eingabemöglichkeiten biete. So könnte man zum Beispiel ein Urlaubsziel wie New York schon vor der Abreise im Internet virtuell besuchen: Nach einem 3D-Rundgang durchs Hotel sieht man sich auf dem Times Square nach Restaurants und Theatern in der Nähe um. Den Weg dorthin könnte man sogar “laufen”, um die Distanz zum Hotel besser einzuschätzen.

Ein weiteres Problem des zukünftigen Webs ist die eingeschränkte Struktur des Internets, die mit den rasant entwickelten Ansprüchen neuer Anwendungen nicht mehr mithalten kann. Die Erfinder des Internet konnten seinerzeit das ungehemmte Wachstum nicht vorausahnen. Deshalb beruhen große Teile der Internet-Struktur auf spezialisiertem Netzwerk-Equipment, dessen Fähigkeiten sich auf einen fest vorgegebenen Satz von Packet-Routing-Fähigkeiten beschränken. Intel bietet auch hierfür eine eigene Lösung.

Die Forscher befürworten sogenannte “Router Bricks” als einfache, aber radikal andere Lösung. Sie lassen sich aus Standard-PC-Bauteilen zusammenbauen und benötigen kein teures Spezial-Equipment. Der gezeigte Prototyp eines Router Bricks ist ein Cluster aus Xeon-Prozessor basierten Servern mit Open-Source-Software, das als High-Speed-Router fungiert. Laut Intel könnten Netzwerk-Spezialisten in Zukunft auf solchen Bricks neue Router-Funktionalitäten viel schneller und preiswerter realisieren, anstatt lange auf neue spezialisierte Hardware warten zu müssen.

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