Supercomputing: Deutschland schiebt sich an die Weltspitze

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Heute wurde Hamburg auf der Internationalen Supercomputing-Konferenz die mittlerweile 33. Liste der schnellsten Rechner der Welt veröffentlicht. In dem halbjährlichen Ranking konnte sich wie erwartet neuerlich IBM auf der Spitzenposition halten. Erfreulich: Das Jugene-System des Forschungszentrums Jülich hat es auf den dritten Platz geschafft. Und nicht nur das: ein zweiter Rechnerverbund aus Jülich hat zusätzlich den 10. Rang erklommen.

Bereits vor einem Jahr durchbrach Roadrunner bekanntlich die Peta-Schallmauer und war das erste System in der Welt, das mit einer Rechenleistung von mehr als einer Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde (Petaflop/s, oder 10hoch15 Gleitkommarechnungen pro Sekunde) rechnen kann.

In diesem Jahr erklärte Big Blue, die nächste große Herausforderung in diesem Gebiet angehen zu wollen: das Exascale-Computing. Dabei soll nicht zuletzt in Zusammenarbeit mit Jülich die aktuelle Rechenleistungswerte um den Faktor tausend erhöht werden. Ein Exaflop entspricht einer Milliarde mal einer Milliarde (10hoch18) Berechnungen pro Sekunde.

Das System mit seinen 150.152 CPUs am Oak Ridge National Laboratory in Los Alamos rechnet aktuell mit 1,105 Petaflop/s und ist damit annähernd dreimal so energieeffizient wie der nachfolgend platzierte Rechner Jaguardes Herstellers Cray. Das IBM System schafft 444,9 Megaflop pro Watt, während das zweitplatzierte System nur 154,2 Megaflop/Watt erzielt.

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Dieses muss sich aber nicht verstecken: Jaguar steht im Dienst des US-Energieminsteriums und operiert ebenfalls im Petabereich. Beide Systeme waren übrigens bereits vor einem halben Jahr an der Spitze des Rankings zu finden, das Informatik-Professor Hans-Werner Meuer von der Universität in Mannheim zusammen mit amerikanischen Forschungskollegen editiert.

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