Mobile IKT-Lösungen erhöhen Wertschöpfung im Mittelstand

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Mobile Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bieten ein wichtiges Potenzial zur Erhöhung der Wertschöpfung in mittelständischen Unternehmen und Verwaltungen. Dies ist das Ergebnis der Studie “Mobilisierung von Wertschöpfungsprozessen durch innovative und sichere Informationstechnologie”, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in Auftrag gegeben wurde.

Um Wertschöpfungspotentiale jedoch auch realisieren zu können, müssen deutsche Unternehmen wichtige Erfolgsfaktoren berücksichtigen. Diese betreffen vor allem vier Bereiche:

Führung & Steuerung: Das mobile System ist so zu gestalten, dass dem Unternehmen beziehungweise der öffentlichen Einrichtung ein echter Nutzen aus der Mobilisierung
der Prozesse erwächst und die Bedürfnisse der Kunden beziehungsweise Bürger besser erfüllt werden. Das Produktmodell muss zudem flexibel genug sein, es in angrenzende
Marktsegmente erweitern zu können. Bevor das mobile System zum Einsatz kommt, muss eine Mobilisierungsstrategie definiert werden, die mobilisierungsfähige Prozesse identifiziert, eine Vision der künftigen Prozessstruktur entwirft und Schritte für deren Umsetzung beschreibt. Es muss kontinuierlich überprüft werden, dass keine Konflikte mit der generellen Unternehmensstrategie entstehen. Schließlich müssen die durch die Mobilisierung erwarteten Erlösströme quantifiziert werden beziehungsweise die nachhaltige Finanzierung des mobilen Systems gesichert werden.

Technologie: Neben einer hohen Leistungsfähigkeit hinsichtlich Verfügbarkeit, Reichweite und Bandbreite muss das mobile System vor allem eine adäquate Sicherheit der übertragenen Daten gewährleisten. Dadurch kann erst Vertrauen bei den Nutzern in das System entstehen, das zudem so zu gestalten ist, dass es eine möglichst einfache und intuitive Handhabung bietet. Eine modulare Architektur ermöglicht dem System außerdem, nahtlos in bestehende stationäre IT-Lösungen integriert und relativ schnell an sich ändernde Anforderungen angepasst werden zu können.

Organisation: Die Organisationsstrukturen müssen den Anforderungen der mobilisierten Prozesse angepasst werden. Insbesondere ist darauf zu achten, dass sich die mobilisierten Prozesse nahtlos in das System existenter Geschäftsprozesse einpassen. Zudem muss vorab geklärt werden, ob Akteure ausreichende Kompetenzen und Fähigkeiten haben, bevor Wertschöpfungsaktivitäten mit Hilfe des mobilen Systems auf sie übertragen werden. Um die erforderlichen organisatorischen Änderungen durchzusetzen, ist ein effektives Change Management unabdingbar, dass von einem interdisziplinären Projektteam verantwortet werden muss. Dies beinhaltet vor allem die Koordination und Umsetzung von Maßnahmen, die
die Akzeptanz des mobilen Systems bei den Mitarbeitern fördern, wie etwa Schulungen oder das Setzen gezielter Anreize. Auch externe Partner müssen in den Prozess der Mobilisierung mit einbezogen werden.

Institutionelle Rahmenbedingungen: Das mobile System hat gesetzliche und regulatorische Bestimmungen in Bereichen wie Datenschutz, Arbeitsschutz etc. zu berücksichtigen. Auch mögliche neue Haftungsrisiken sind vor der Mobilisierung zu klären. Schließlich müssen Lieferanten und Nutzer mobiler Systeme eigene Initiativen ergreifen, um Standards zu etablieren, die die Interoperabilität der Lösungen gewährleisten und Transparenz schaffen.

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