IT-Manager: Die zehn gefährlichsten Spezies

JobsManagement

Während meiner Reisen durch die unwegsamen Gefilde der Informationstechnologie entdeckte ich unbekannte und gefährliche Spezies von IT-Managern. Einige davon sind mittlerweile vom Aussterben bedroht, andere können in Gefangenschaft nicht gehalten werden. Im Folgenden stelle ich die zehn gefährlichsten Spezies vor.

Procurator Amicus Potissimus

Das ist der ‘Beste-Freund-Manager’. Eine gut gepolsterte Spezies, manchmal mit roten Wangen, die im Namen einer imaginären Freundschaft unangemessen Forderungen stellt. Amicus Potissimus verwendet inflationär Vornamen. Er lädt zum Geburtstag seiner Kinder ein, obwohl man Kinder nicht ausstehen kann. Ausufernd schildert er sein letztes Sales-Seminar oder Golf-Turnier und geht dabei davon aus, dass das brennend interessiert.

Procurator Buzzwordia

Die Spezies heißt auch ‘Der-Heiße-Luft-Manager’. Buzzwordia hat eine Vorliebe für Ralph-Lauren-Klamotten. Er ist daran zu erkennen, dass ihn eine Wolke von Ideen umgibt, die er in Management-Seminaren aufgeschnappt hat. Bei einem Treffen empfiehlt es sich, ein großes Handy dabei zu haben. Treffen mit ihm sind zudem nichts für Magenkranke.

Trotz der extremen Reaktionen, die die Spezies hervorruft, ist sie harmlos. Besonders in Europa ist sie fruchtbar, wo sie in geschützten Kolonien in den Vororten kleiner Städte brütet. Ihr Nachwuchs geht nicht ins Management, sondern wird Sozialarbeiter oder kriminell. Im zweiten Fall werden die Buzzwordia-Nachkommen als ‘missverstanden’ bezeichnet.

Procurator KopfindenSandia

Diese Spezies ist auch als der ‘Ich-will-es-nicht-hören-Manager’ bekannt. KopfindenSandia ist daran zu erkennen, dass er sich die Ohren zuhält, wenn er vom Team ehrlich über den Projektverlauf informiert wird. Die Spezies ist freilich um den Zustand der Welt besorgt, da sie diese auf ihren Schultern trägt. Als Team-Mitglied muss man mit KopfindenSandia behutsam umgehen – deckt er aufgrund seiner Neigung zum Katastrophieren doch Unregelmäßigkeiten auf.

&nbsp


Satyam-Gründer Raju ließ jahrelang Bilanzen fälschen
und glaubte, es würde nicht herauskommen.
Bild: Helmut Weissenbach

&nbsp

Der Artikel erschien zuerst bei der silicon.de-Schwesterpublikation TechRepublic.

&nbsp

Lesen Sie auch :