Fraunhofer-Spin-off markiert mit Wasserzeichen

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Das Darmstädter Unternehmen CoSee sucht jetzt nach Urheberrechtsverletzungen im Internet. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT haben die Firma gegründet und das in Darmstadt entwickelte ‘MediaSearch Framework’ lizenziert und weiterentwickelt.

Denn solche Systeme können dazu führen, dass man selbst legal erworbene und auf CD gebrannte Musikstücke nicht auf jedem Player, zum Beispiel im Auto, hören kann. Und auch manch Betreiber von Online-Portalen, der in der Vergangenheit auf DRM setzte, sei heute nicht mehr glücklich mit der teuren, serviceaufwändigen und kundenunfreundlichen Technik, die im Tagesgeschäft immer wieder zu Verärgerung führe.

“Hier sind die digitalen Wasserzeichen eine Alternative”, so Steinebach. “Der ehrliche Kunde kann seine gekauften Daten auf jedem beliebigen Gerät ohne technische Probleme und ohne Qualitätsverlust abspielen und speichern, er kann sogar Kopien auf CD oder USB-Sticks herstellen. Aber wer unehrlich ist und die Dateien an andere weitergibt, kann Probleme bekommen. Denn wenn die Dateien letztendlich auf Tauschbörsen landen, können sie dort gefunden und mit Hilfe des Wasserzeichens dem ursprünglichen Käufer zugeordnet werden.”

“Wie unsere Kunden letztlich mit den Suchergebnissen umgehen, bleibt ihnen überlassen”, so Wolf. “Sie sind aber nicht mehr gezwungen, die Staatsgewalt einzuschalten, um zum Beispiel die Herausgabe von IP-Adressen von Piraten zu erzwingen. Sie können über das Wasserzeichen den untreuen Kunden gezielt direkt ansprechen.” Ob dies nun eine Abmahnung, eine Ermahnung, eine Schadensersatzforderung oder eine Strafanzeige sei – das bleibe dem Verkäufer überlassen.

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