Deutsche Chipindustrie: Hoffen und Bangen

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Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat in Dresden die ‘Semicon Europe’ 2009 eröffnet. Die Semicon Europe ist eine der wichtigsten Messen der Chipindustrie und soll von nun an jährlich in der sächsischen Landeshauptstadt stattfinden.

Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa forderte Kundert mehr finanzielle Unterstützung von der EU. Besonders die Zentren in Dresden, Grenoble sowie im Dreieck Eindhoven, Leuven und Aachen bräuchten diese Hilfe. Anderswo werde die Halbleiterindustrie als “Industrie von nationalem Interesse” wahrgenommen.

Der Gegensatz zwischen Europa und Asien spiegelt sich auch in den Semicon-Messen wieder. Zur Dresdner Messe werden 5000 Besucher erwartet, zur Semicon Taiwan kamen nach Angaben der Deutschen Welle 45.000. Eventuell sei der Umzug nach Dresden ein letzter Versuch, heißt es in der Branche.

Während AMD die Messe sponsert, fehlt Intel in Dresden. Das liege daran, dass Intel anders organisiert sei, als viele der Aussteller, sagte Intel-Sprecher Martin Strobel gegenüber silicon.de. “Wir sind keine Foundry. Unser Produktionsprozess ist kein Produkt, das wir vermarkten.”

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In der Branche keimt derweil Hoffnung. Die EU hat die Halbleitertechnik in der vergangenen Woche zur Schlüsseltechnologie für die Zukunftsfähigkeit Europas erklärt. Sowohl der Marktforscher Gartner als auch der Branchenverband SIA sagen mittelfristig mehr Nachfrage nach Halbleitern voraus.

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