SAP-Anwender vertrauen ihren Daten nicht

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Eine aktuelle Studie des auf Business Intelligence spezialisisierten Beratungshauses Business Application Research Center ((BARC) belegt, dass deutsche Unternehmen dem Thema Datenqualität – in SAP-Systemen und darüber hinaus – eine wachsende Bedeutung bescheinigen. Für die Studie befragte BARC über 100 deutsche Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen, die SAP-Systeme einsetzen.

83 Prozent der Befragten gehen dabei aber davon aus, dass eine schlechte Datenqualität die Wertschöpfung ihrer SAP-Systeme negativ beeinflusst (17 Prozent gehen nicht davon aus). Dazu kommt, dass die Befragten bereits eine Vielzahl an schlechten Erfahrungen aufgrund einer mangelnden Datenqualität machen mussten: 72 Prozent beobachten eine sinkende Mitarbeiterzufriedenheit, 63 Prozent sinkende Kundenzufriedenheit, 53 Prozent weisen auf einen damit verbundenen Anstieg von Kosten hin und 23 Prozent glauben, dass das volle Umsatzpotenzial aus diesem Grund nicht voll ausgeschöpft werden kann.

Trotz dieser hohen Einschätzung der Wichtigkeit ihrer Daten verharren die befragten Unternehmen bei einer unsystematischen, punktuellen Sicherung ihrer Datenqualität: Im Tagesgeschäft wird die Qualität der Systeme zu 72 Prozent manuell gesichert, etwa in Form von Inhouse Fixes. Ganze 22 Prozent der befragten Unternehmen betreiben keinerlei Qualitätsmanagement, 19 Prozent setzen auf SAP BO, weitere 17 Prozent auf Werkzeuge weiterer Hersteller und 2 Prozent lagern diesen Bereich aus.

Auffällig ist, dass nur ein kleiner Prozentsatz der Befragten bei dem Thema Datenqualität bislang auf Langfristigkeit setzt und nachhaltige Data-Governance-Programme implementiert hat. Unter den Begriff Data Governance fällt die Verwaltung von Daten mit dem Ziel der Bereitstellung valider und konsistenter Informationen. Darunter subsumieren sich Disziplinen wie Datenintegration, Datenqualität oder Stammdatenmanagement, die zyklisch für die Verarbeitung aber auch Analyse und Überwachung der Daten Sorge zu tragen haben. Der Umfrage nach nutzen bislang jedoch nur 9 Prozent der Befragten Data-Governance-Programme zur langfristigen Sicherung und Kontrolle der Datenqualität ihrer SAP Systeme oder Applikationen. 91 Prozent hingegen verzichten darauf.

“SAP-Systeme bilden die wichtigsten und kritischsten Prozesse in Unternehmen ab. Diese Prozesse können nur so gut und effizient sein wie das Datenfundament auf dem sie basieren. Deshalb ist es gerade in SAP-Systemen essentiell, Datenqualität als strategische Initiative zu verankern. In Kundengesprächen stellen wir jedoch immer wieder fest, dass in Unternehmen dieser Brückenschlag noch nicht stattgefunden hat. Uns war es vor diesem Hintergrund ein Anliegen, herauszufinden, wo die deutschen SAP-Anwender in Sachen Datenqualität derzeit ganz konkret stehen”, so Eric Ecker, Leiter Operations DataFlux Deutschland, über die Motivation zur Studie.

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