CIO Jury: Open Source startet dieses Jahr durch

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Es ist einer der großen Schwerpunkte der CeBIT und zugleich eine satte Überraschung: Open Source hat nach jahrelangem Werben die Herzen der deutschen CIOs erobert.

Open Source Middleware sei ausgereift, stabil und verfügt über guten Support. Deshalb geht die Experton Group davon aus, dass Open-Source-Elemente sich im Bereich der kommerziellen und Unternehmens-Software verstärkt durchsetzen werden. Java-basierte Middleware ist ein starker Konkurrent zu proprietären Stacks wie Websphere von IBM und Weblogic von Oracle.

Bei aller Begeisterung für quelloffene Software gilt es aber stets, ganz spezifische Hürden zu umschiffen. So berichtet Benedikt Gasch von der Smart People Holding GmbH, dass man durchaus einen verstärkten Einsatz von Open-Source-Anwendungen, vorzugsweise im Bereich Intranet/Internet-Auftritt und hier in Form von Content-Management-Systemen, wie TYPO3 und Drupal, plane beziehungsweise bereits damit arbeite. “Besonders durch breit aufgestellte Communities dieser CMS, welche den offenen Quellcode nutzen, werden wöchentlich zig neue Extensions veröffentlicht, welche eine gute Basis für erforderliche Module liefern”, so Gasch.

Er gibt aber zu bedenken: “Allerdings sollte man auch die oft fehlende Überprüfung auf Fehler und Sicherheitslücken beachten. Natürlich kann ein Konzern wie Microsoft ein viel höheres Level an Qualitätsmanagement/Prüfung erfüllen, um Sicherheitslücken schon bei der Entwicklung festzustellen. Allerdings klappt dies ja selbst bei den Konzernen nicht immer, wie die jüngsten kritischen Sicherheitslücken von Microsoft bewiesen haben.”

Weiterer Hemmschuh für Open Source: Große, international agierende Unternehmen können sich den Einsatz von kleinen und möglicherweise lokal unterstützten Anwendungen nicht erlauben. So erklärt Guido Fleischmann, CIO bei der CBS Interactive GmbH, einer deutschen Tochter des amerikanischen Fernseh- und Medienriesens CBS, sein negatives Votum mit der Aussage: “Als sehr großes internationales Unternehmen sind wir auf viele vorgegebene Standards und Support angewiesen. Wären wir ein kleines nur in Deutschland arbeitendes Unternehmen wäre es sicherlich ein Ja.”

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