Welche Rechte und Pflichten hat ein Roboter?

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Juristen und Ingenieure arbeiten in einem neuen Forschungsprojekt an der Universität Würzburg zusammen. Das Thema klingt wie Science Fiction, ist aber reine Wissenschaft – auch wenn dabei Cyborgs, Roboter und Künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielen.

Welche Folgen ergeben sich, wenn Menschen und Maschinen immer enger miteinander verschmelzen, wenn künstliche Ersatzteile die Arbeit von Organen übernehmen, wenn der Computer im Körper einzieht und seinem Träger zu besseren Leistungen verhilft? “Früher war die Angelegenheit klar: Der Mensch hat die Entscheidung getroffen; die Maschine hat sie bestenfalls ausgeführt. Heute gibt es längst Zwischenstufen, bei denen diese strikte Trennung nicht mehr funktioniert”, sagt Hilgendorf. Und deshalb sei das Thema für Juristen so außerordentlich spannend. “Hier stellt sich die Frage nach Schuld und Verantwortung ganz neu.”

Die Bandbreite der Themen ist in dem Forschungsprojekt weit: Cyborgs – also Mensch-Maschinen-Mischwesen – beschäftigen die Juristen genauso wie Computer, die so intelligent geworden sind, dass sie ein eigenes Bewusstsein entwickeln. Aber auch vergleichsweise “profane” Techniken sind nicht frei von rechtlichen Problemen. Das gilt für den automatisierten Rollstuhl genauso wie für einen Operations- und den Militärroboter, deren “Fehleinschätzungen” möglicherweise gravierende Schäden verursachen können.

“Natürlich wird am Ende der drei Jahre Forschung nicht ein Katalog von Gesetzen stehen, der alle juristischen Probleme löst”, sagt Beck. Das sei auch kaum zu erwarten, wo die Technik vielfach noch in den Kinderschuhen steckt und die Entwicklung der kommenden Jahre kaum abzusehen ist. “Uns geht es in erster Linie darum, die Probleme aufzuzeigen und eine Diskussion in Ganz zu setzen.” Gut möglich, dass am Ende aber auch eine Art Handbuch herauskommt mit Vorschlägen zum richtigen Umgang mit den praktischen Problemen.

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