Studie: “Facebook, ja bitte! – Chef, nein danke!”

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58 Prozent aller Facebook-User nutzen die Social-Media-Plattform regelmäßig während der Arbeitszeit, aber für 73 Prozent kommt die Aufnahme des Vorgesetzten in die Freundesliste absolut nicht in Frage, belegten die Ergebnisse einer Umfrage des Sicherheitsexperten F-Secure.

Speziell für Jobsuchende kann ein lascher Umgang mit der Privatsphäre schnell zum Eigentor werden. Immer mehr Personalvermittler durchforsten das Netz nach Informationen über den potenziellen Bewerber. Wer hier freizügige Bilder veröffentlicht, ein paar Schnappschüsse von der letzten feuchtfröhlichen Weihnachtsfeier oder anderen geselligen Veranstaltungen auf seinem Facebook-Account präsentiert, für den kann der Wunsch vom Traumjob schnell ausgeträumt sein. Wie brisant dieses Thema ist, zeigen Fälle aus der jüngsten Vergangenheit: Dabei wurden Angestellte, darunter auch militärisches Personal, für unqualifizierte Bemerkungen via Facebook abgemahnt oder im schlimmsten Fall auch entlassen.

“Bei unserer Umfrage haben 35 Prozent der Nutzer bestätigt, schon einmal auf Facebook Kommentare veröffentlicht zu haben, die sie später bereut haben. Diese Einsicht kommt für viele aber zu spät. Egal, ob dabei Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind oder nicht: was einmal online gestellt wurde, lässt sich nur schwer wieder zurücknehmen. Wir können nur jedem Nutzer raten, sich genau zu überlegen, welcher Inhalt verbreitet wird, sonst kann die Geschichte schnell zu einem Bumerang werden”, sag Sullivan.

“Facebook wird uns gerne als kostenloser Service verkauft”, so Sullivan. “Tatsächlich ‘zahlen’ aber die Nutzer für ihre Mitgliedschaft, indem sie mit Werbung konfrontiert werden. Darüber hinaus wird das digitale Leben im Internet ausspioniert und Daten mittels Sharing auf der ganzen Welt verbreitet, wovon im schlimmsten Fall Dritte profitieren. Zwar lassen sich die Nutzer, laut der F-Secure Studie, auf diesen Handel ein, fordern aber auch mehr Transparenz und Kontrolle.

Für die Studie wurden von Januar bis März 2010 450 Personen zum täglichen Umgang auf Facebook, Twitter und weiteren sozialen Netzwerken befragt.

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