IBMs Impact-Event: Bestandsaufnahme bei SOA

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IBMs alljährlicher Impact-Event ist ein Muss für die Avantgarde der Software-Puristen. Nirgendwo sonst können sie so ausgiebig mit Gleichgesinnten über die besten Strukturen von hygienisch sauberen Software-Architekturen philosophieren.

Daran war schon zu erkennen, dass die Impact 2010 nicht mehr mit ihren Vorgänger-Veranstaltungen verglichen werden kann. “Die Impact ist nicht mehr der Elfenbeinturm von hochspezialisierten Software-Gurus, sondern ein Schmelztiegel von Business & IT-Experten”, lautet die Einschätzung von IBMs oberster SOA-Chefin, Nancy Pearson. Hierbei verweist sie unter anderem auf die 300 Kunden-Vorträge, die es in diesem Jahr auf der Impact gab.

Auch in den Keynotes traten viele Anwender, die über ihre Erfolge bei der Einführung von Business-Process-Optimization berichteten – doch keiner sprach von der zugrunde liegenden Technologie und deren Implementation.

Carree Lee, eine in den USA sehr bekannte Wirtschafts-Journalistin, moderierte eine Podiumsdikussion mit Vertrtern von Visa Europa, Blue Cross (US-Krankenkasse) und der Schulverwaltung von Texas. In der etwa halbstündigen Diskussion fiel nicht einmal das Wort SOA oder Architektur, geschweige denn Java, Bus, Repository oder ähnliche Fachbegriffe. “BPM” und “BPO” war die tiefste Aggregationsebene die von Lee und ihren Podiumspartnern in den Mund genommen wurden.

Doch dieser Richtungswechsel zu einer überwiegend Business-orientierten Veranstaltung liegt offensichtlich im Trend. So stieg die Zahl der Teilnehmer in diesem Jahr von 5100 auf über 6000 an. Diese kamen aus 50 Ländern und repräsentierten über 1200 Unternehmen. Damit war die Impact 2010 die erfolgreichste Impact aller Zeiten – und das, obwohl bei vielen IT-Firmen die Reisebudgets drastisch gekürzt sind.

Auch über 120 Fachjournalisten und Analysten waren in diesem Jahr nach Las Vegas gereist waren, um sich aus erster Hand über IBMs SOA-Produkte und -Strategie zu informieren. Doch es war etwas mühsam, bei so viel Business-Talk die technischen Neuheiten zu entdecken, die BPM und BPO erst möglich machen.

Nur in einigen dünnen Pressemeldungen gab es dann doch noch interessante Produkt-Ankündigungen. Hierzu gehörten unter andere verschiedene neue Websphere-Appliances; eine erweiterte BPM-Suite, zu der jetzt auch die Websphere Lombardi Edition gehört; IBM-Blueprint, eine Cloud-basierte BPM-Suite; ein neues ILOG-BRM-System, Websphere Commerce für den Handel und IBMs Rational Automation Framework für Websphere.

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