IT am Arbeitsplatz: CIOs und Anwender frustriert

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Unternehmen sehen einem Jahrzehnt großer Veränderungen entgegen, doch deutsche Firmen sind noch sehr zögerlich in Sachen Innovationen. Das ist das Hauptergebnis einer internationalen Studie des Think Tank Future Foundation im Auftrag von Google Enterprise.

Des Weiteren belegt die Studie, dass flexibles Arbeiten oder sogenannte Telearbeit noch nicht in den Unternehmen angekommen ist – obwohl webbasierte Zusammenarbeits-Tools ein standortunabhängiges Arbeiten ermöglichen und Telearbeit in den vergangenen Jahren zugenommen hat. In Deutschland fühlen sich lediglich 15 Prozent der Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber ermutigt, von überall zu arbeiten. In den USA und Großbritannien arbeitet bereits jeder Dritte beziehungsweise jeder Vierte von zu Hause aus.

Auch glauben 73 Prozent der HR-Manager in Deutschland, dass flexibles Arbeiten die Produktivität erhöht. Doch 55 Prozent der deutschen Befragten (58 Prozent insgesamt) sind zuversichtlich, dass ihr Arbeitgeber in Zukunft individuell angepasstes Arbeiten ermöglichen wird. Martin Spilker, Director ‘Unternehmenskultur in globaler Verantwortung’ bei der Bertelsmann Stiftung, betont: “Arbeitgeber werden die Vorstellung aufgeben müssen, dass die physische Anwesenheit eines Angestellten ein Indikator für seine Leistung ist.”

Jedoch müssen Unternehmen ihre flexiblen und von überall arbeitenden Angestellten in einer zunehmend vernetzten Welt auch davor schützen, stets verfügbar zu sein und sich zu überarbeiten. Denn 35 Prozent der befragten Arbeitnehmer in Deutschland erwarten, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Leben in den nächsten zehn Jahren verschwimmen. 30 Prozent glauben, dass sie mehr Zeit auf ihre Arbeit verwenden, wenn sie standortunabhängig arbeiten. Und ein Drittel von ihnen äußert, dass sie durch Telearbeit schlechter von der Arbeit abschalten können.

“Kooperative Technologien machen es verführerisch, jederzeit erreichbar zu sein”, kommentiert Martin Spilker. “Traditionelle Tools zur Arbeitszeitregulierung sowie zum Gesundheits-Management werden sich fundamental verändern. Arbeitnehmer übernehmen mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. Die Geschäftsführung muss ihre Zuständigkeit für das Wohlergehen der Mitarbeiter neu definieren.
Schlüsselfaktoren werden Arbeitsergebnisse wie ‘Deadline – Qualität – Kosten’ sein.”

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