Watschn für Apple, Google und Facebook

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Kalifornische High-Tech-Unternehmen und die deutsche Regierung leben in Sachen Datenschutz in verschiedenen Welten. Apple gibt Positionsdaten von Geräten weiter, Google zeichnet unverschlüsselte WLAN-Daten auf und Facebook erlaubt Anwendungen den Zugriff auf Mitglieder-Profile.

Google Street View war in Deutschland von Anfang an auf Vorbehalte gestoßen. Aufgrund zahlreicher Widersprüche wird der Dienst laut Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) voraussichtlich erst 2011 starten. Ursprünglich wollte Google den Dienst hierzulande Ende 2010 verfügbar machen. Der Internetkonzern hat nach massiver Kritik von Datenschützern zugesichert, vor der Freischaltung von Street View alle Widersprüche umzusetzen und generell auf allen Bildern die Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich zu machen. Dies soll künftig durch das Datenschutzgesetz vorgeschrieben werden.

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Im Mai hatte Google eingeräumt, dass in den vergangenen vier Jahren bei Street-View-Fahrten in mehr als 30 Ländern nicht nur Fotos von Straßenzügen gemacht, sondern “versehentlich” auch Daten aus ungeschützten WLAN-Netzen aufgezeichnet wurden. Nach Auskunft französischer Datenschützer enthalten die gesammelten Daten auch Passwörter und Auszüge aus E-Mails. Die heimliche WLAN-Datensammlung hatte weltweit Aufsehen erregt. In den USA ermitteln 30 Bundesstaaten gegen Google. Zudem plant der Kongress eine Anhörung. Weitere Verfahren gegen den Anbieter laufen beispielsweise in Australien, England und Tschechien.

Ein weiteres Unternehmen, dass Deutschland in Sachen Datenschutz das Fürchten lehren könnte, ist Facebook. Das Social Network hat Ende Mai seine Privatsphäre-Einstellungen verschärft. Die Änderungen treten schrittweise im Laufe der nächsten Wochen in Kraft. In Deutschland komme momentan ein Prozent der Facebook-Nutzer in Genuss der neuen Datenschutz-Optionen, erklärte die Facebook-PR-Agentur kulow kommunikation gegenüber silicon.de.

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