Franjo Pooth von Steve Jobs geschlagen!

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Danke Steve! Ballmer, nicht Jobs. Die beiden Obermotze wechseln sich ja seit neustem wöchentlich in schöner Regelmäßigkeit beim Rumkaspern ab. Gerade heute hat Steve (Ballmer, nicht Jobs) meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt und einen iPad-Klon von Microsoft angekündigt.

War aber eh Wurscht, es ging eigentlich um die weißen Kopfhörer, die den anderen Luschen im Fitness-Studio signalisierten: Ich bin besser als ihr! Auch wenn es beim Bankdrücken wieder nur zu 10 Kilo gereicht hat. Und die Zufallswiedergabe zum drittenmal hintereinander “Winds of Change” dudelte. Hörte ja zum Glück keiner der Luschen.

Also machen wir als zweites Kriterium fest: Muss weiße Kopfhörer haben. Aber ne, das wäre zu plagiatistisch. Pink vielleicht? Schwer diskussionswürdig. Gelb? Grün? Blau? Rot? Schwierig. Ich tendiere zu Gold. Das signalisiert gleich: Ich bin besser als ihr! Bingo, damit haben wir’s. Das Über-iPad muss golden glänzen!

Bislang kann’s aber noch nix. Also haun wir mal ein wenig Software drauf. Zu blöde, dass wir nur welche von Microsoft zur Verfügung haben. Muss also Windows in der einen oder anderen Form sein. Argh… Vielleicht können wir’s tarnen? Und als was ganz Cooles ausgeben. Mac-OS oder so. Ne, geht echt nicht, das wäre ein bisschen dreist. Ach ich weiß, wir gehen auf Nummer sicher: Wir halten die Farben der Benutzeroberfläche in Schwarz und Gold und setzen statt einem Fenster Totenköpfe ein. “Pirates of the Caribbean”-mäßig, Deppen sind wir sowieso alle. Das Ganze nennen wir Freibeuterbetriebssystem, auf die Tour hat die Piratenpartei bei der Bundestagswahl zumindest einen Punkt und ein paar zerquetschte Wähler geholt.

OK, Hardware wäre geregelt (Gold), Betriebssystem ist klargemacht (schwarzgoldene Totenköpfe). Vielleicht sollten wir der Zielgruppe noch ein paar Anwendungen gönnen. Dazu müssen wir zunächst die Zielgruppe definieren… Hm, das iPad zielt auf… auf… verdammt: Jeden. Doch noch ziemlich clever, der Steve (Jobs, nicht Ballmer). Sowohl Kinder als auch Jugendliche als auch erwachsene Manager wollen das Teil haben. Die Oma-Generation fingert derweil weiter an den vielen unverständlichen Knöpfen des Handys herum. Sorry Leute, ihr fallt aus dem Zielgruppenraster.

Also wenn die Zielgruppe “alle” ist (außer den noch nicht oder nicht mehr im Reproduktionssektor tätigen), dann sollten wir draufspielen, was alle wollen: Sex. Ja Entschuldigung, ist so! Oder wollen Sie das nicht? Drüber reden darf man vielleicht nicht, auf silicon.de drüber schreiben auch nicht, aber wollen wollen wir doch alle. Und hat Steve (Jobs, nicht Ballmer) nicht lauthals getönt “Wer Pornos will, soll Android kaufen!“, weil er schließlich saubere Hard- und Software an den Mann bringen will. Hat sich ja auch bei Disney eingekauft. Irgendwie gruselig, hat so was Zölibatäres. Dabei ist Google und damit Android doch genauso verklemmt.

Also gleich einen Shortcut auf Youporn aufs Totenkopf-Betriebssystem draufgehauen. Webcam dazu, fertig ist die Liebeslaube. Unser iPad sagt den Leuten: “Der Käufer dieses Geräts vögelt gerne und hat kein Problem damit!”. Klasse, diese Strategie überzeugt mich. Sie nicht? Heißen Sie Eva ‘Tod den Orgien‘ Hermann? Walter ‘ ichbinnichtschwul‘ Mixa? Man kann sich ja gar nicht weit genug von solchen … solchen… Pharisäern distanzieren. Wie besser ginge das als durch ein Tablet, das jedem offensiv “Ich hasse prüde Päderasten mit Hang zu einem grausamen Gott!” entgegen schreit. Und wer wollte das nicht ausrufen in diesen unseren beladenen Tagen?

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