Die technischen Schmankerl der BMW-Welt in München

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Martin Megerle, IT-Leiter der BMW-Welt, führte unsere Korrespondentin Kriemhilde Klippstätter durch den neuen Besuchermagneten in München. Er ist vollgestopft mit raffinierten technischen Spielereien.

Glasfaserkabel transferieren die Daten des fertigen – also gesplitteten – Films von der Zentrale in die Spindel. Dort verteilen Kreuzschienen dann die Videodaten auf die angeschlossenen Monitore – die Mehrfachverteilung und die Lichtwellenleiter kosten viel Geld.

“Über Kupferkabel würde die Aktion jedes mal acht bis zehn Stunden dauern”, erklärt Megerle den Grund für die teure Technik. Deshalb sind Lichtwellenleiter für alle Stationen mit medienintensiver Nutzung verlegt. Für die anderen Bereiche reichen die Kupferkabel mit einer Transferleistung von 100 MBit/s aus, das ist der Standard bei BMW. In der Spindel liegt ein Medienraum für die notwendige IT-Technik, der aber überraschend klein ausfällt: gerechnet wird hier nicht.

Die Spindel wird auch für externe Veranstaltungen vermietet und deshalb soll die Bedienung aller Medienelemente zentral und möglichst einfach passieren. Dazu gibt es an der Theke Touchscreen-Tablets über die sich relativ einfach Musik, Lichtanlage und die Leinwände steuern lassen. Auch der im Boden vor der Highlight-Wand eingelassene Drehteller lässt sich damit bei Bedarf aus der Versenkung heben und dient dann als Bühne.

Jetzt zeigt sich erneut, dass die große Flexibilität mit einem gerüttelt Maß an Komplexität erkauft werden muss. Denn damit der Tablet-PC sowohl IT-Geräte als auch Steuersysteme der Haustechnik manövrieren kann, braucht es Unterstützung für die spezielle Software der Gebäudesteuerung und auch des passenden Bus-Systems “Europäischer Installationsbus EIB”.

Mit einem ähnlichen Verfahren steuern die Kundenbetreuer das Prozedere bei der Auslieferung der Neuwagen: Während die Kundschaft von einer speziellen Lounge unterhalb des Dachs über Treppen nach unten auf die Präsentationsebene schreitet, wird der neue PKW auf Anforderung des Kundenbetreuers von der Werkstatt in einen gläsernen Lift gesetzt und nach oben transportiert. Per Handheld steuert er den Neuwagen aus dem Lift und auf einen Drehteller zur Begutachtung.

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