Nokias Kampf um die Zukunft

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“Nokia ist wieder zurück” verkündet Nokia-Vorstand Niklas Savander auf der Hausmesse Nokia World in London und irgendwie ist jedem klar, dass er damit das erklärte Konzern-Ziel vorwegnimmt. Vor dem finnischen Konzern liegt noch ein weiter Weg.

An diesem Mittwoch wurde nun die dritte Änderung an der Konzernspitze bekannt: Der ehemalige Palm-Mitarbeiter und Chef-Designer des Palm Pre Peter Skillman arbeitet zukünftig für Nokia und kümmert sich dort um das Smartphone-Betriebssystem MeeGo. Das bestätigte Nokia gegenüber unserer US-Schwesterpublikation CNET.

Wahrscheinlich war es Zeit für einen echten Kulturbruch bei den Finnen: Seit der Einführung des iPhone vor drei Jahren gelang es den drei wichtigsten Männern bei Nokia nicht, dem Vorzeigeprodukt von Apple etwas entgegenzusetzen. Der Marktanteil von dem hauptsächlich von Nokia eingesetzten Smartphone-Betriebssystem Symbian sank laut der US-Marktforschungsfirma Gartner von 64 Prozent im ersten Quartal 2006 auf 44 Prozent vier Jahre später. Der Aktienkurs des Unternehmens fiel binnen drei Jahren um 70 Prozent.

Zudem prognostiziert Gartner mit Blick auf Handy-Betriebssysteme, dass bis 2012 Googles Android mit Symbian gleichziehen wird. “Symbian ist die erfolgreichste Smartphone-Plattform des Planeten”, sagt Noch-Vize-Präsident Vanjoki – auch das klingt beinahe trotzig.

Richten soll es nun das überarbeitete Betriebssystem Symbian 3, für das Nokia in London vier neue Geräte präsentierte. Das neue Highend-Smartphone N8 von Nokia könne der Nutzer halten, wie er wolle, sagt Nokia-Vorstand Savander – ein Seitenhieb auf die Empfangsprobleme des iPhone 4. Anssi Vanjoki preist vor allem das “Clear Black Display”, es sei “schwärzer als schwarz”. Immerhin hat er damit das Publikum – ein letztes Mal – verblüfft.

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